Bahn Meldung

Angesichts der Konkurrenz durch Linienbusse verzichtet die Deutsche Bahn in diesem Jahr auf Preis­erhöhungen in der zweiten Klasse des Fern­verkehrs. Dennoch verteuert sie ab dem 14. Dezember viele Tickets für Regionalzüge und für die erste Klasse. Früh­bucher können jetzt noch sparen: Wer früh­zeitig planen kann, deckt sich am besten noch vor der Preis­erhöhung ein.

Früh buchen – zum alten Preis fahren

Tickets für den kommenden Winter­fahrplan können Fahr­gäste bereits jetzt kaufen – und zwar ab heute und zum alten Preis. Grund: Die meisten Zugverbindungen lassen sich zwölf Wochen im Voraus buchen.

Tipp: Wenn Sie Ihre Weihnachts- oder Neujahrs­reise schon jetzt planen können, sollten Sie den „Spar­preisfinder“ auf www.bahn.de nutzen. Je früher Sie suchen, desto größer ist die Chance, in wenig ausgelasteten Zügen ein Schnäpp­chen zu ergattern.

Erste-Klasse-Reisen zu Zweite-Klasse-Preisen

Spar­preistickets für die erste Klasse sind weiterhin erhältlich für IC-Züge ab 39 Euro und für ICE-Züge ab 49 Euro. Künftig ist sogar die Sitz­platz­reser­vierung im Preis inklusive.

Tipp: Suchen Sie gezielt nach Spar­preisen in der ersten Klasse. Oft sind diese Tickets kaum teurer als in der zweiten Klasse. Vor allem bei Reisen an Wochen­enden und Feier­tagen haben Sie gute Chancen, da kaum Geschäfts­reisende unterwegs sind und die Bahn die freien Plätze vermarkten will.

Die Vorteile der Bahncards

Die Bahncards 25 und 50 bleiben von Preis­erhöhungen verschont. Gut zu wissen: Die Bahncard 25 drückt nicht nur Normal­preise, sondern auch die güns­tigen Spar­preise um 25 Prozent. Eine „Einsteiger Bahncard 25 für mich“ kostet 19 Euro für die zweite Klasse sowie 39 Euro für erste und zweite Klasse.

Tipp: Wenn Sie die Einsteigerkarte bestellen, erhalten Sie gratis einen Gutschein für eine weitere Bahncard. Aufgepasst: Sollen die Verträge nach Ablauf der dreimonatigen Gültig­keits­dauer nicht in normale Bahncard-Abos übergehen, müssen Sie sechs Wochen vorher kündigen.

Für Klein­gruppen wird es teurer

Die Deutsche Bahn strukturiert das „Schönes-Wochen­ende-Ticket“ für bis zu fünf Personen neu. Der Grund­preis beträgt künftig zwar nur noch 40 Euro – statt bislang 44 Euro. Doch jeder Mitfahrer kostet künftig 4 Euro extra. Für Klein­gruppen wird es damit teurer.

Deutsche Bahn reagiert auf die Fernbus-Konkurrenz

Die Konkurrenz der Fernbusse hat die Deutsche Bahn erfinderisch gemacht. Spar­preistickets, die man früher nur mindestens drei Tage im Voraus buchen konnte, können Kunden mitt­lerweile auch noch am Vorabend der Reise kaufen. Die Bahn-Experten der Stiftung Warentest haben für Sie ausgerechnet, wie groß die Ersparnis ist Sparpreis kurzfristig buchen – klappt das?

Übrigens: Die Stiftung Warentest hat auch getestet, was Ticket-Apps leisten. Die App der Deutschen Bahn ist auch dabei.

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