Bafög-Reform Meldung

Bafög-Empfänger haben ab 1. April mehr Geld im Portmonee. Mit Beginn des Sommersemesters tritt eine geänderte Fassung des Bafög-Gesetzes in Kraft. Der Förderungshöchstsatz steigt von bislang 1.030 auf 1.140 Mark pro Monat. Außerdem dürfen Bafög-Empfänger über mehr Erspartes verfügen. Erst Vermögen über 10.000 Mark schmälern den Bafög-Anspruch. Bislang waren es 6.000 Mark.

Studierende dürfen jetzt auch mehr Geld dazuverdienen, ohne dass ihnen gleich die monatlichen Zahlungen gekürzt werden. Der Freibetrag wurde von durchschnittlich 385 auf 410 Mark pro Monat erhöht.

Darüber hinaus soll es künftig auch einen Bildungskredit geben. Damit wird Studenten, die kein Bafög erhalten, erstmals ermöglicht, ihre Ausbildung durch einen festverzinslichen Kredit zu finanzieren. Wer im Ausland seine Ausbildung fortsetzt, ein Aufbaustudium absolviert oder sich in den Abschlussprüfungen befindet, erhält für höchstens zwei Jahre ein Darlehen von bis zu 600 Mark im Monat. Der Antragssteller darf allerdings nicht älter als 36 Jahre sein und nicht mehr als 12 Studiensemester hinter sich haben. Der Zinssatz für den Bildungskredit liegt um ein Prozent über dem des europäischen Geldmarkts, Euribor (mit einer Laufzeit von 6 Monaten). Das waren Anfang März 5,64 Prozent. Mit der Rückzahlung des Geldes muss spätestens vier Jahre nach Erhalt der ersten Auszahlung begonnen werden. Beantragt wird das Darlehen beim Bundesverwaltungsamt in Köln. Erfüllt ein Student die Förderbestimmungen, erhält er einen Bescheid, der ihn berechtigt, den Bildungskredit mit der Deutschen Ausgleichsbank abzuschließen.

Tipp: Die Antragsformulare für den Bildungskredit liegen bei den Bafög-Ämtern aus und sind ab 1. April abrufbar unter: www.bildungskredit.de

Dieser Artikel ist hilfreich. 130 Nutzer finden das hilfreich.