Bafög Meldung

Lern­hilfe. Ab August steigt das Bafög.

Die Bafög-Förderung steigt. Ab 1. August gibt es nicht nur mehr Geld, auch mehr Menschen profitieren. Änderungen gibt es bei der Anrechnung von Neben­jobs sowie beim Frei­betrag, außerdem bekommt das Meister-Bafög einen neuen Namen. test.de sagt, was das für Schüler und Studierende heißt und wie hoch die Bafög-Sätze künftig sind.

Bedarfs­sätze steigen um 7 Prozent

Schüler und Studenten, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, können ab August insgesamt bis zu 735 Euro Bafög erhalten. Die Bedarfs­sätze der Bundes­ausbildungs­förderung steigen ab August um 7 Prozent. Auch das Wohn­geld erhöht sich, von 224 auf bis zu 250 Euro.

Erweiterter Förderkreis

Künftig können rund 110 000 Schüler und Studenten mehr als bislang Bafög erhalten, da ihre Eltern mehr verdienen dürfen. Die Einkommens­frei­beträge der Eltern steigen um 7 Prozent. Anerkannte und geduldete Flücht­linge können schon nach 15 Monaten Aufenthalt Bafög beantragen.

Neben­job bis 450 Euro frei

Hat ein Bafög-Empfänger einen 450-Euro-Job, wird dieser nicht ange­rechnet. Bisher lag die Grenze bei 400 Euro.

7 500 Euro Vermögen frei

Schüler und Studenten dürfen ab August auch mehr auf der hohen Kante haben. Der Frei­betrag für das eigene Vermögen steigt um 2 300 Euro auf 7 500 Euro, bei Unter­halts­pflichten kommen bis zu 2 100 Euro dazu. Der Kinder­zuschuss für Studierende beträgt künftig 130 Euro pro Kind.

Meister-Bafög nach dem Studium

Das Meister-Bafög heißt künftig Aufstiegs-Bafög und wird ausgeweitet. Ab August können alle Bachelor- oder vergleich­baren Absolventen die Fördergelder für eine Aufstiegs­fort­bildung nutzen. Ange­hoben werden die Einkommens- und Vermögens­frei­beträge, die Beiträge zum Unterhalt sowie der Anteil der Förderung, der nicht als Darlehen zurück­gezahlt werden muss. Lehr­gangs- und Prüfungs­kosten fördert der Staat mit bis zu 15 000 Euro. Bei bestandener Abschluss­prüfung werden bisher 30 Prozent des noch nicht fällig gewordenen Darlehens für die Lehr­gangs- und Prüfungs­kosten erlassen. Ab August sind es 40 Prozent.

Antrag online abgeben

Ab dem 1. August sollen alle Bundes­länder die Online-Antragstellung für Bafög ermöglichen.

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