Bafin Meldung

Whistleblower sollten ihre Informationen besser diskret weitergeben.

Arbeiten Sie im Finanz­bereich? Erleben Sie in Ihrer Firma aufsichts­recht­liche Verstöße, gegen die trotz Ihrer internen Meldung nichts unternommen wird? Wer als Whistleblower auf solche Verstöße aufmerk­sam machen will, die vor der Öffent­lich­keit zurück­gehalten werden, kann dies nun bei einer festen Anlauf­stelle der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) tun.

Hinweise können anonym abge­geben werden

Die Hinweis­geber­stelle richtet sich besonders an Personen, die als Angestellte Interna aus Unternehmen kennen oder in einem sons­tigen Vertrauens­verhältnis zu einem Unternehmen stehen. Hinweise können anonym abge­geben werden, etwa per Post oder auch telefo­nisch. Allerdings müssen die Hinweis­geber selbst darauf achten, ihre Anony­mität zu wahren. So sollten sie darauf achten, dass bei Telefonaten ihre Rufnummer unterdrückt wird, damit sie nicht im Display der Bafin-Telefone sicht­bar wird.

Nur die Justiz darf Daten des Hinweis­gebers einsehen

Die Bafin weist darauf hin, dass Hinweis­gebern keine Nachteile entstehen, wenn sie ihre Identität preis­geben. Die Bafin dürfe diese grund­sätzlich nur mit ausdrück­licher Zustimmung des Hinweis­gebers preis­geben. Sie weist aber darauf­hin, dass es etwa im Fall einer Straf­verfolgung notwendig sein kann, die Staats­anwalt­schaft einzuschalten. In solchen Fällen dürfe die Bafin personenbezogene Daten weitergeben. Ebenso hätten Gerichte die Möglich­keit, die Offenlegung personenbezogener Daten anzu­ordnen, betont die Bafin.

Weitere Details auf der Website der Bafin.

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