Badeunfall Keine Aufsicht über jeden Sprung notwendig

Badeunfall - Keine Aufsicht über jeden Sprung notwendig
Abkühlung. Haupt­sache, unten im Wasser schwimmt niemand. © picture alliance / dpa / Silas Stein

Ein Bademeister muss den Bade­betrieb beaufsichtigen – aber nicht lückenlos. Er muss nicht jeden einzelnen Sprung vom Sprungturm frei­geben, urteilte das Ober­landes­gericht Nürn­berg (Az. 4 U 1455/17). Ein Schwimmer hatte von der Stadt Nürn­berg 100 000 Euro Schmerzens­geld verlangt, weil ein Bade­gast vom Zehn-Meter-Turm auf ihn gesprungen sei und ihn schwer am linken Arm verletzt habe. Der Unfall hätte verhindert werden können, wenn ein Bademeister auf dem Turm jeden einzelnen Sprung freigegeben und über­wacht hätte, argumentierte der Mann. Die Richter sahen das anders: Eine Aufsichts­person habe immer nur einen Bade­gast auf den Sprungturm gelassen und auch die Abstände der Sprünge kontrolliert. Einzelne Sprung­freigaben und die lückenlose Aufsicht jedes Springenden sei nicht zumut­bar und auch nicht erforderlich.

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