Schmuddelwasser – nein, danke. Die test-Umweltkarte zeigt die besten Badeplätze an Seen, Flüssen und Küsten.

Spielt das Wetter in diesem Sommer mit, steht dem Sprung ins kühle Nass wenig entgegen. In allen Bundesländern gibt es attraktive Badegewässer, in denen man unbesorgt planschen und schwimmen kann. Hier ist kaum damit zu rechnen, dass Massen von Algen und Bakterien den Badespaß vermiesen.

Unsere Umweltkarte basiert auf langjährigen Messungen der Gesundheitsämter. Badestellen, die in den letzten Sommern nie Anlass zur Kritik gaben, bieten auch in diesem Jahr – wahrscheinlich – ungetrübte Badefreuden. Umgekehrt lassen häufige Beanstandungen in der Vergangenheit auch für diese Saison wenig Gutes erhoffen. Nach diesem Prinzip haben wir die Badestellen in der Karte blau („empfehlenswert“), gelb („mittelmäßig“) oder rot („Vorsicht“) markiert.

Bedenklich: Der Sommer 2004, auf den sich unsere Bewertung vor allem stützt, fiel durch eher mäßige Temperaturen auf. Da gedeihen Mikroorganismen normalerweise weniger prächtig als bei hohen Wärmegraden. Die Wasserqualität hätte sich also eigentlich verbessern müssen. Doch tatsächlich ist die Zahl der gelben und roten Punkte ähnlich hoch wie in den Vorjahren. Ein Indiz dafür, dass zu viele Gewässer auch ohne Hitze unter unzähligen Mikroorganismen leiden. Und dass wegen zu vieler Algen und Keime Grenzwerte überschritten oder sogar Badeverbote erteilt wurden. Ursache sind übrigens meist Nitrate und Phosphate aus Düngemitteln und Abwasserzuflüsse. Klar ist: Die Verunreinigungen von heute trüben die Badefreuden von morgen.

Tipps

  • Ausflugsziele: Blaue Punkte auf der Karte signalisieren: Hier macht Baden Spaß.
  • Igitt: Vorsicht bei üblen Gerüchen, Abwassereinleitungen, Fischsterben und trüber Brühe. Also Augen und Nase auf.
  • Algen: Wenn Sie, bis über die Knie im Wasser stehend, Ihre Füße nicht mehr sehen, lieber aufs Bad verzichten. Blaualgen können Hautreizungen auslösen.
  • Umwelt schützen: Ufervegetation schonen, Schilfgürtel meiden, Toiletten benutzen, Abfälle nicht liegen lassen und Wasservögel allenfalls ganz wenig füttern.

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