Badenia Meldung

„Käufer von Schrottimmobilien sollten die jetzt von der Badenia angebotenen schlechten Vergleiche ablehnen“, erklärt Rechtsanwalt Hubert Menken aus Hamm. Die Badenia biete den Kunden häufig nur an, dass sie nichts mehr für ihre überteuerten Eigentumswohnungen bezahlen müssten. Ersatz für erlittene Schäden und ihr an­gespartes Bausparguthaben erhielten sie nicht. Den könnten sie aber fordern, wie zwei Urteile des Kammergerichts ­Berlin (Az. 4 U 85/06) und des Oberlandesgerichts Karlsruhe (Az. 17 U 85/07) zeigten.

Das Kammergericht stellte fest, dass der Vertrieb Heinen & Biege und Ex-Badenia-Vorstand Elmar Agostini wussten, dass die Mieten, die die Anleger aus dem Mietpool erhalten sollten, nicht erzielbar waren. Ein ähnliches Urteil des OLG Karlsruhe wurde allerdings vom Bundesgerichtshof (Az. XI ZR 414/04) aufgehoben, weil Agostini nicht als Zeuge zu den Vorwürfen gehört worden war. Noch vor der deshalb angesetzten Beweisaufnahme erkannte die Badenia die Ansprüche einer Anlegerin jetzt an. Nach dem Anerkenntnisurteil muss sie die Wohnung zurücknehmen und der Anlegerin alle erlittenen Schäden ersetzen. Ungeachtet der Urteile erklärt die Badenia, dass sie keine generelle Kenntnis von den überhöhten Mieten hatte. 300 Prozesse habe sie bereits gewonnen.

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