Verantwortliche der Bausparkasse Badenia waren für den Betrug an einer Anlegerin durch den Verkauf einer Schrottimmobilie mit verantwortlich, urteilte das Oberlandesgericht Karlsruhe. Deshalb soll die Kasse der Frau jetzt Schadenersatz zahlen. Die Polizistin war von Vermittlern der Heinen & Biege-Gruppe zum Kauf einer Wohnung überredet worden, die dank Mieteinnahmen und Steuerersparnis praktisch ohne Eigenkapital über die Badenia finanzierbar sein sollte. Doch daraus wurde ein finanzielles Desaster. Schon im ersten Jahr musste die Frau umgerechnet 1 200 Euro zusätzlich zahlen, weil die Mieteinnahmen nicht reichten. Im Jahr 2000 sollte sie rund 5 000 Euro für Reparaturarbeiten nachschießen. Die Bausparkasse will Revision zum Bundesgerichtshof einlegen (Az. 15 U 4/01, nicht rechtskräftig).

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