So haben wir getestet

Im Test: 13 elektrische Einbauba­cköfen, Nischenbreite und -höhe ca. 60 Zenti­meter. Alle Geräte verfügen über Heiß­luft und Ober-/Unter­hitze.
Wir kauf­ten die Geräte im Oktober und November 2016. Die Geräte von AEG und Bauknecht entnahmen wir für den vergleichenden Warentest aus Waren­lagern der Anbieter. Später kauf­ten wir im Handel nach und prüften diese Produkte auf Über­einstimmung mit ausgewählten Einzel­prüfungen nach.
Die Preise ermittelten wir in einer über­regionalen Handels­erhebung im Dezember 2016.

Unter­suchungen

Die Prüfungen Backen, Grillen sowie Temperaturen und Zeiten erfolgten in Anlehnung an DIN EN 60350–1 (Elektrische Kochgeräte für den Haus­gebrauch, Teil 1: Herde, Back­öfen, Dampf­garer und Grills. Verfahren zur Messung der Gebrauchs­eigenschaften) in der Fassung vom Oktober 2016.

Backen: 35%

Die Wärmever­teilung im Back­raum prüften wir mit kleinen Kuchen (Small Cakes) auf einem Blech bei Ober-/Unter­hitze und Heiß­luft. Außerdem auf zwei Ebenen gleich­zeitig mit Heiß­luft. Bewertet wurde der Anteil der ordentlich gebräunten Kuchen an allen gleich­zeitig geba­ckenen und die Unterschiede in der Bräunung. Entsprachen die Ergeb­nisse bei den kleinen Kuchen nicht den Norm­vorgaben, führten wir einen Wieder­holungs­test mit etwas veränderten Einstel­lungen durch. Den Wärmen­achschub beur­teilten wir mit Biskuittorten bei Ober-/ Unter­hitze sowie bei Heiß­luft. Beim praktischen Backen hatten die Angaben des Anbieters in der Gebrauchs­anleitung die erste Priorität. Gab die Gebrauchs­anleitung eine Temperaturspanne an, wählten wir die Einstellung aus, die eher der Norm­vorgabe entsprach. Gab es keine Anbieter­empfehlungen, wurde die Temperatur nach Norm einge­stellt. Eine weitere Biskuittorte wurde geba­cken wenn die erste nicht mit sehr gut beur­teilt werden konnte.

Grillen: 5%

Wir belegten den Grill­rost voll­ständig mit Toast­scheiben. Wir rösteten sie und bewerteten die Gleich­mäßig­keit der Bräunung sowie die wirk­same Grill­fläche.

Temperaturen und Zeiten: 10 %

Den Zeitbedarf zum Aufheizen bestimmten wir bis zum Erreichen von 200°C mit Ober-/Unter­hitze und 175°C mit Heiß­luft; beides auch mit der Funk­tion Schnel­laufheizen (falls vorhanden). Für den Zeitbedarf zum Backen ermittelten wir sämtliche Back­zeiten bei den praktischen Tests. Das Halten der Temperatur wurde bei den Regler­einstel­lungen 100 °C, 150 °C und 200°C mit Ober-/Unter­hitze und 75 °C, 150 °C und 200°C mit Heiß­luft geprüft. Bewertet wurde die tatsäch­lich im Mittel erreichte Temperatur sowie die Schwankung um diesen Wert. Stellten wir bei diesen Messungen fest, dass die Abweichung der mitt­leren Temperatur um mehr als 10 Kelvin von der tatsäch­lichen Einstellung abwich, wurde beim praktischen Backen mit einer korrigierten Temperatur­einstellung geprüft.

Hand­habung: 20%

Zwei Experten beur­teilten die Gebrauchs­anleitung und Installation der Öfen. Drei Hobby­köche und 2 Experten beur­teilten zudem die Bedien­elemente, das Einstellen von Temperatur und Heiz­art, das Öffnen und Schließen der Tür, Einsetzen und Heraus­nehmen von Grill­rost oder Back­blech sowie die Sicht in den Back­raum.

Reinigung: 10 %

Bratensaft, Teig und Marmelade brannten 90 Minuten lang bei 200°C ein. Nach dem Abkühlen reinigten wir nach­einander mit Lappen und Spül­mittel, grobem Schwamm, Edelstahl­spirale und Back­ofen­spray (falls zugelassen) sowie mit den vorhandenen Reinigungs­programmen. Wir bewerteten Zeit, Aufwand und Ergebnis.

Sicherheit: 10 %

Angelehnt an die DIN EN 60335–1 und 60335–2–6 in der Fassung vom Februar 2016 (Sicherheit elektrischer Geräte für den Haus­gebrauch, besondere Anforderungen an orts­feste Herde, Kochmulden, Back­öfen) prüften wir die elektrische Sicherheit. Ergänzend wurde die Verarbeitung (scharfe Ecken und Kanten) bewertet. Die Stabilität vom Gitterrost untersuchten wir mit einer Last von 8 kg. Nach einer Stunde Backen mit Ober-/Unter­hitze bei 200 Grad ermittelten wir die Temperaturen (heiße Oberflächen) an Bedien­elementen, Türgriff, Außentür und Wrasen­austritt und prüften ob die Vorgaben nach Sicher­heits­norm einge­halten werden. Zusätzlich beur­teilten wir die Temperatur­erhöhungen an den berühr­baren Außenflächen mit Hilfe der din EN ISO 13732–1 (Ergonomie der ther­mischen Umge­bung, Bewertungs­verfahren für menschliche Reaktionen bei Kontakt mit Oberflächen) in der Fassung vom Dezember 12/2008. Anschließend an das Erhitzen mit 200 °C stellten wir die Temperaturen nach dem weiteren Aufheizen über 30 Minuten mit der Einstellung 250 °C fest. Zusätzlich maßen wir die Temperaturen bei Verwendung einer vorhandenen Pyrolyse­funk­tion. Diese besonderen Außen­temperatur­messungen bewerteten wir aber nicht.

Umwelt­eigenschaften: 10 %

Drei Personen beur­teilten subjektiv das Geräusch beim Backen und den Lüfter. Alle Back­öfen wurden vor der ersten Verwendung nach Gebrauchs­anleitung gereinigt und ausgeheizt. Dabei wurde auf Geruch geachtet. Der Energieverbrauch wurde beim Vorheizen des leeren Back­ofens sowie beim Erwärmen einer stan­dardisierten Beladung (feuchter Ziegel­stein, Methode für das Energielabel) geprüft: Für die Heiz­arten Ober-/Unter­hitze und Heiß­luft sowie eventuell vorhandene Energiespar­programme. Ferner wurden alle Energieverbräuche beim Backen erfasst. Die Leistungs­aufnahme im Standbymodus und bei nach­laufenden Lüfter wurde gemessen.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen haben wir einge­setzt: Lautete die Note für Backen ausreichend, konnte das test-Qualitäts­urteil höchs­tens eine halbe Note besser sein. Waren einzelne Back­versuche mit Small Cakes oder Biskuit ausreichend, konnte das Urteil für Backen maximal eine halbe Note besser sein als das schlechteste ausreichende Einzel­ergebnis.

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TestBack­öfen16.03.2017
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