Back­öfen Test

Back­öfen stehen in jeder Küche – aber nicht jeder Back­ofen arbeitet optimal. Schafft der Ofen genügend Wärme heran? Verteilt er sie gleichförmig in der Röhre, damit nichts anbrennt? Wie gelingen Kuchen, was taugt der Grill? Wie gut ist die Ausstattung? Wir haben 13 Back­öfen getestet – die Unterschiede sind beträcht­lich. Die Noten beim Backen reichen von sehr gut bis ausreichend, die Preise von 240 bis 1 000 Euro. Nur wenige Öfen arbeiten auf Knopf­druck gut. Meist heißt es: Ausprobieren.

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TestBack­öfen16.03.2017
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Öfen zwischen günstig und Mittel­klasse

Im Test traten elektrische Einbauba­cköfen gegen­einander an. Wir wählten das meist­verkaufte Preissegment von günstig bis Mittel­klasse. Die teuren Öfen mit Bratensonden oder einge­speisten Rezepten blieben in diesem Test außen vor. Das Test­ergebnis: Nur drei der getesteten Geräte liefern auf Anhieb gute Resultate in allen Bereichen des Backens. Vorgegangen sind die Tester ganz praktisch: So verteilten sie zum Beispiel kleine Sandkuchen − neudeutsch Muffins genannt – auf einem oder zwei Back­blechen über­einander. Da gab es dann manche schwarze Ecke. Und Biskuittorten gelangen einmal vorzüglich, dann wieder war die Kruste hart und der Teig innen noch recht pampig.

Tipp: Nach dem Frei­schalten erhalten Sie zusätzlich den Bericht des Back­ofen-Tests aus dem Jahr 2012 als PDF sowie die Test­ergeb­nisse 2012 als inter­aktive Ergebnis­tabelle. Manche der älteren Modelle sind noch erhältlich. Insgesamt bekommen Sie nach dem Frei­schalten Test­ergeb­nisse für 29 Back­öfen.

Die Prüfer gaben eine zweite Chance

Im aktuellen Test buken die Tester zunächst nach der beiliegenden Gebrauchs­anweisung: War dort eine Einstellung zum Beispiel für den Biskuitteig vorgegeben, wurde diese Temperatur und Back­zeit einge­stellt. War das Resultat nicht gut, kam ein Stan­dard­rezept zum Zuge. Stets mussten sowohl die Heiß­luft als auch die Kombination Ober-/Unter­hitze ran. Zwei Öfen schwächelten bei der Heiß­luft, drei beim Backen mit Ober- und Unter­hitze. Immerhin: Zwei Back­öfen waren auf Anhieb über­all gut, einer sogar sehr gut.

Das Problem mit dem Reinigen

Schlechter sah es mit dem Putzen aus. Back­bleche, Seiten­wände, Rück­wand – alles kriegt im Ofen sein Fett weg oder muss mit Teig- und Zuckerkrusten zurecht kommen. Bei den meisten Geräten ist dann aufwändiges Putzen und Schrubben angesagt. Zwei Geräte brennen Fett ganz passabel mit Hilfe der sogenannten Pyrolyse bei 500 Grad Celsius weg. Das kostet jedoch bis zu 7 Kilowatt­stunden Strom, genug für ein Dutzend Biskuittorten. Und die Marmelade- und Teigreste bleiben dabei noch kleben. Ein einziges Gerät im Test schneidet beim Reinigen sehr gut ab, dank einer cleveren Beschichtung auf den Back­blechen.

Heiße Türen sind passé

Beim letzten Test heizten sich die Glastüren bei manchen Geräten stark auf. Diesmal war selbst bei den heißesten Gerätetüren schon bei knapp 60 Grad Schluss. Wer sich da noch verbrennen will, muss schon mit der Wange am Glas ein Nickerchen halten.

Unterschiedliche Ausstattung

Sechs Öfen sind ab Werk mit den praktischen ausfahr­baren Teleskopschienen ausgestattet. Das Brat­gut kann so ohne Umstände begut­achtet, begossen und wieder in die Röhre gefahren werden. Bei den anderen Back­öfen sind die Teleskope nach­rüst­bar − außer bei zwei Modellen. Unterschiedlich ist auch die Röhrenhöhe. Manche Modelle hätten Probleme, eine Pute aufzunehmen. Auch den Grill zur Reinigung abklappen können nicht alle. Andere wieder bieten das stan­dard­mäßig und dazu noch eine Auswahl an mehreren verschiedenen Front­farben – passend zur Küche.

Das Energielabel ist nur ein sehr grober Anhalts­punkt

Seit dem Jahr 2015 gilt das aktuelle Energielabel für Einbauba­cköfen. Schlechter als Klasse B darf keiner mehr abschneiden. Das schaffen alle. Jedoch nutzen einige Öfen die kleinen Lücken der EU-Verordnung und rechnen sich die Klasse schön − ganz ohne Röhren­einsätze und Back­bleche zum Beispiel. Alles legal, aber irreführend. Unter realistischen Back­bedingungen lag die Klasse teil­weise nicht bei A+, sondern bei B.

Unsere Tipps fürs Backen

Erstes Aufheizen. Wischen Sie den Back­ofen vor dem ersten Backen oder Braten gut aus. Danach einmal kräftig leer aufheizen, damit mögliche Fertigungs­rück­stände verbrennen können. Richten Sie sich dabei nach den Anbieter­angaben in der Gebrauchs­anleitung und lüften Sie währenddessen. Eine leichte Geruchs­bildung ist möglich, kam im Test aber nur einmal vor (beim Amica). Das ist unpro­blematisch.

Nicht vorheizen. Verzichten Sie möglichst aufs Vorheizen. Dem Kuchen schadet das selten. Es spart aber Strom: bei Ober-/Unter­hitze etwa 0,4 bis 0,5 Kilowatt­stunden (rund 10 bis 13 Cent), bei Heiß­luft 0,2 bis 0,3 Kilowatt­stunden (5 bis 7 Cent). Das „Schnel­laufheizen“ spart kaum Strom, geht aber meist schneller.

Einschübe sichern. Achten Sie darauf, dass Roste und Bleche sicher in den Schienen sitzen. Sonst kann ein schwerer Braten alles zu Fall bringen. Im Test passierte das beim Modell Teka HE 605 mit 13 Kilo Beladung.

Am besten Klasse A. Back­öfen tragen ein Energiee­tikett. Die beste Klasse ist das einfache A. Alle Geräte im Test sind so gekenn­zeichnet – zu Recht. Unsere Messungen ergaben keine unzu­lässigen Abweichungen. Koch­stellen haben übrigens noch kein Energielabel. Das ist erst in Arbeit.

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