Tipps

Richtig pflegen

  • Waschen. Säubern Sie den Babypo beim Wickeln mit einem weichen, nassen Waschlappen ohne Seife. Seife schadet eher, weil sie die Haut entfettet und austrocknet. Nutzen Sie Feuchttücher für unterwegs.
  • Trocknen. Trocknen Sie den Po mit einem weichen Handtuch gründlich ab. Auch in den Falten. Ein trockener Po wird selten wund.
  • Fönen. Ein Fön kann helfen – vor allem bei wunden Pos. Setzen Sie den Fön aber vorsichtig ein. Nicht zu heiß: nur auf kleiner Stufe. Halten Sie mindestens 30 Zentimeter Abstand. Achten Sie darauf, dass kleine Jungs nicht gegen den Fön pinkeln. Das kann einen tödlichen Stromschlag geben.
  • Cremen. Cremen Sie den Babypo nicht oder nur dünn ein. Verwenden Sie Creme und Puder nicht zusammen. Das klumpt und reizt die Haut.
  • Zinksalbe. Cremen Sie Pusteln und rote Stellen mit Zinksalbe aus der Apotheke ein. Vor allem wenn die Haut aufgeweicht ist und nässt. Schwere Hautausschläge sollte der Kinderarzt behandeln.
  • Lüften. Babypos brauchen frische Luft: Vor allem, wenn die Haut wund ist. Lassen Sie Ihr Baby „unten ohne“ strampeln so oft es geht. Vermeiden Sie aber Zugluft und Kälte.
  • Wickeln. Wechseln Sie vollgemachte Windeln zügig aus. Vor allem, wenn die Haut Ihres Kindes bereits gereizt ist. Moderne Wegwerfwindeln halten meist trockener als Baumwollwindeln.

Richtig wickeln

  • Sonderangebote. Ein Babyleben in Wegwerfwindeln kostet etwa 1 ­000 bis 2 ­000 Euro - je nach Stückpreis und Wickelhäufigkeit. Nutzen Sie Sonderangebote und Großpackungen, um zu sparen.
  • Stoffwindeln. Windeln aus Baumwolle haben einen Vorteil: Viele Babys vertragen sie besser. Probieren Sie es aus, wenn die Einwegwindel Probleme macht.
  • Windeldienste. Nutzen Sie einen Windeldienst, wenn Sie die Baumwollwindeln nicht selber waschen wollen. Windeldienste stellen Leihwindeln: Sie holen die schmutzigen Windeln meist einmal pro Woche ab und liefern frischen Nachschub. Preis: etwa 15 Euro pro Woche.
  • Ökobilanz. Sind Baumwollwindeln umweltschonender als Wegwerfwindeln? Diese Frage ist bis heute nicht geklärt. Zellstoffmüll und Produktionsaufwand für Wegwerfwindeln stehen gegen Wasser-, Energie- und Waschmittelverbrauch bei Mehrwegwindeln. Eine unabhängig erstellte Ökobilanz gibt es laut Umweltbundesamt noch nicht.
  • Sicher wickeln. Lassen Sie Ihr Kind nicht allein auf dem Wickeltisch liegen. Halten Sie wichtige Utensilien stets griffbereit: frische Windeln, Kleidung, Waschlappen, Wasserschüssel, Handtuch, Körperöl und Abfalleimer. Legen Sie Ihr Kind ins Bettchen oder notfalls auf den Boden, wenn Sie beim Wickeln unterbrochen werden.
  • Rotlicht. Wickeln Sie Ihr Kind bei etwa 21 Grad Raumtemperatur. Montieren Sie beispielsweise eine Rotlichtlampe über dem Wickeltisch. Der schafft eine angenehme Temperatur. So kann das Baby beim Wickeln einige Zeit nackt auf dem Wickeltisch liegen. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Kind nicht geblendet wird und nicht in die Lampe greifen kann.
  • Bleichmittel. Windeln werden gebleicht, damit sie schön weiß sind. Das geschieht heute durch vergleichsweise harmlose Sauerstoff- oder Chlordioxidbleiche. Einzige ungebleichte Windel im Test: Moltex Öko. Test-Qualitätsurteil: nur befriedigend.
  • Fruchtbarkeit. Wegwerfwindeln können die Temperatur am Hoden kleiner Jungs erhöhen. Forscher der Universität Kiel ermittelten um ein bis zwei Grad höhere Temperaturen als bei Stoffwindeln. Hoden sind besonders temperaturempfindlich. Die Befürchtung, dass Wegwerfwindeln unfruchtbar machen, ist jedoch nicht belegt. Der Studienleiter Professor Wolfgang Sippell rät von Wegwerfwindeln nicht ab.

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