Hautpflege: Ein trockener Po wird selten wund

Babywindeln Test

Viel frische Luft hilft Babys Po, zart und glatt zu bleiben. Lassen Sie den Nachwuchs öfter mal „unten ohne“ strampeln.

Babys Haut ist noch dünn und empfindlich. Die richtige Pflege schützt das zarte Hinterteil vor schmerzhaften Rötungen und Pusteln.

Waschen: Normalerweise reicht es, den Popo beim Wickeln mit einem weichen, nassen Waschlappen zu säubern. Seife oder Badezusätze sind unnötig und schaden eher, weil sie die Haut entfetten. Für unterwegs darf es zum Abputzen ausnahmsweise mal ein Ölpflegetuch sein.

Trocknen: Ein trockener Po wird selten wund. Deshalb nach dem Waschen sorgfältig mit einem weichen Handtuch abtrocknen, auch in den Falten. Ist das zu schmerzhaft, weil der Allerwerteste bereits wund ist, einen Haartrockner benutzen. Aber Vorsicht: Nur auf die kleinste Warmstufe einstellen. Und darauf achten, dass kleine Jungs nicht dagegen pinkeln. Das kann einen Stromschlag verursachen. Deshalb das Gerät nur mit Sicherheitsabstand (etwa 30 Zentimeter) benutzen.

Cremen: Zur Pflege kein Puder benutzen. Creme und Puder klumpen zusammen. Das reizt die Haut zu sehr. Creme – wenn überhaupt – nur dünn auftragen. Dicke Schichten verhindern, dass Luft an den Popo kommt und lassen sich beim nächsten Wickeln nur schwer abwischen.

Lüften: Wunde Haut braucht viel frische Luft. Wann immer es möglich ist, sollten Sie das Baby „unten ohne“ strampeln lassen. Das geht auch im Winter, wenn drinnen gut geheizt ist und es nicht zieht.

Salben: Falls trotz allerbester Pflege die Haut starke Rötungen zeigt, eventuell sogar aufgeweicht ist und nässt, kann eine Zinksalbe aus der Apotheke helfen. Schwere Fälle und Hautausschläge sollte der Kinderarzt behandeln.

Wickeln: Schon bei den erste Anzeichen von Windeldermatitis wie Pusteln und Rötungen muss man häufiger als üblich wickeln. Das Baby sollte möglichst nicht längere Zeit in der voll gemachten Windel liegen. In Wegwerfwindeln mit hochsaugfähigen Superabsorbern, so wie die getesteten, bleibt die Haut trockener als in Baumwollwindeln. Manchmal hilft es auch, die Sorte zu wechseln. Es spricht aber nichts dagegen, waschbare Mehrwegwindeln auszuprobieren, wenn sich der Kinderpo gereizt zeigt. Manche Babys vertragen die auf Dauer einfach besser.

Windeldienste: Wer Baumwollwindeln benutzen, sie aber nicht mühsam selbst waschen mag, kann die Dienste eines professionellen Windeldienstes anheuern. Der holt meist einmal pro Woche die benutzten Windeln ab und liefert frischen Nachschub (Kostenpunkt rund 15 Euro pro Woche). In großen Städten und in Ballungsgebieten gibt es bereits etliche Windeldienste, auf dem platten Land ist das Versorgungsnetz eher dürftig. Hier einige Adressen, die weiterhelfen: www.babydienst.de, www.wickelkinder.de, www.windeldienst.org, www.windie.net. Unter www.naturwindeln.de finden sich viele nützliche Informationen über die verschiedenen Stoffwindelsysteme.

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