Tipps

Sonderangebote nutzen. Je nach Stückpreis und Wickelhäufigkeit müssen Eltern rund 1 000 bis 2 000 Eu­ro für Wegwerfwindeln einkal­ku­lie­ren. Da lohnt es sich, auf Sonderange­bo­te und Großpackungen zu achten.

Waschen statt wegwerfen? Angesichts riesiger Abfallberge liebäu­geln umweltbewusste Eltern mit Stoffwindeln. Der Streit, ob Baumwolle ökologisch besser ist als Pampers und Co., ist aber nicht entschieden. Laut Umweltbundesamt gibt es keine Ökobilanz, die eine eindeutige Antwort gibt. Wer Stoffwindeln benutzen und selbst waschen will, sollte eine Wasser und Strom sparende Waschmaschine benutzen und die Tücher auf der Leine trocknen – wenn es ihm dabei auch um die Umwelt geht.

Keine Schadstoffe. In keiner getesteten Windel haben wir Schadstoffe gefunden. Das Hormongift Tributylzinn (TBT) ist aus Windeln verschwun­den. Auch verbotene Azofarbstoffe, allergieauslösende Dispersionsfarbstoffe, krebsverdächtiges Formal­dehyd oder problematische Chlorverbindungen sind kein Thema mehr. Weiß werden Windeln heute durch vergleichsweise harmlose Sauerstoff- oder Chlordioxidbleiche. Einzige ungebleichte im Test: Moltex Öko („befriedigend“).

Unfruchtbar? Vor Jahren sorgte eine Studie für Furore, nach der die Temperatur in Einwegwindeln etwa ein Grad höher ist als in Baumwollwindeln. Das soll kleine Jungs angeblich später unfruchtbar machen. Bewiesen ist das nicht. Der damalige Studienleiter selbst rät von Wegwerfwindeln nicht ab.

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