Babypflegetücher Test

Babypflegetücher sind Waschlappen und Wasser in einem. Praktisch vor allem für unterwegs. Pflegetücher mit Parfüm können jedoch Allergien auslösen. Sensitiv Tücher ohne Parfüm sind besser. test.de zeigt die besten Produkte.

Neun Tücher im Test

Babypflegetücher sind praktisch. Einfach aus der Packung nehmen, Po abwischen, fertig. Funktioniert überall: Auch dort, wo es kein Wasser gibt. Vorteil: schnell und einfach. Nachteil: viel Müll und oft unnötig Parfüm. Allergien drohen. Die Stiftung Warentest hat neun parfümfreie Produkte getestet. Babypflegetücher mit der Kennzeichnung sensitiv. Sie sollen besonders hautverträglich sein.

Sensitiv gut für die Haut

21 Babys und kleine Kinder hielten für den Test ihre Popos hin. Fünf Tage lang probierten die Eltern ein jedes Produkt. Sie protokollierten ihre Erfahrungen. Eine Hautärztin untersuchte die Babys jeweils vor und nach dem Test. Ergebnis: Die sensitiven Babypflegetücher reizen die Haut nicht. Alle Produkte im Test sind sehr gut hautverträglich. Kein Wunder: Die sensitiven Tücher enthalten keine Öle und kein Parfüm. Nur eine Lotion aus Wasser und Tensiden zum Reinigen plus pflegende Stoffe wie Aloe Vera, Kamille, Panthenol oder Allantoin.

Beste Verpackung: dm Babylove

Beim Reinigen gibt es kaum Unterschiede: Alle Tücher sind gut. Bei der Verpackung hatten die Tester dagegen einen klaren Favoriten: dm Babylove Comfort. Die einzigen Pflegetücher im Test, die gut aus der Packung kommen: Stück für Stück – so wie gewünscht. Bei den anderen Marken ist das mehr oder weniger fummelig. Bei Penaten hatten die Eltern gleich bis zu sechs Tücher in der Hand, obwohl sie nur nach einem griffen. Ist das Tuch erstmal aus der Packung, trocknet es schnell. Die Verpackung von Penaten bekommt deshalb nur die Note ausreichend.

Probleme mit der Konservierung

Pluspunkte macht die bekannte Marke dagegen bei der Konservierung. Die Pflegetücher von Penaten sind gut konserviert. Sehr gut sogar. Keime haben hier keine Chance. Das ist bei dm Babylove anders. Der Favorit aus dem Packungstest enthält zu wenig Konservierungsstoffe. Ein im Labor eingebrachter Schimmelpilz vermehrte sich auf den Tüchern zwar nicht, konnte aber überleben. Die Anzahl der Keime ging nicht genügend zurück. Das gilt auch für die Pflegetücher von Aldi und Rossmann. Die Konservierung ist bei diesen Produkten nur ausreichend, das Qualitätsurteil befriedigend.

Zehn Tücher ab 15 Cent

Ausgewogen und deshalb insgesamt knapp vorn sind die Pflegetücher von Schlecker, Bübchen und Pampers. Testurteil: gut. Schlecker ist besonders günstig: Zehn Pflegetücher aus der größten Packung kosten nur 16 Cent. Pampers und Bübchen sind – je nach Packung – mehr als doppelt so teuer. 10 Tücher kosten hier zwischen 30 und 57 Cent. Grundsätzlich gilt: Je größer die Packung, desto günstiger die Tücher. Am billigsten sind die Eigenmarken der Discounter Lidl Cien, Aldi Süd Mamia und Aldi Nord Vibelle. Zehn Tücher kosten hier nur 15 Cent.

Waschlappen hält mit

Die meisten Eltern greifen ordentlich zu. Sie verbrauchen bis zu 30 Pflegetücher am Tag. Das geht ganz schön ins Geld. Und schließlich in den Müll: Die feuchten Pflegetücher sind biologisch schwer abbaubar. Sie gehören in den Hausmüll, nicht in die Toilette. Mit Waschlappen und Wasser gibt es das Müllproblem nicht. Im Test liefen sie zum Vergleich mit. Die Eltern waren mit dieser Variante ebenso zufrieden. Etwas umständlich ist das Hantieren mit Wasser aber schon - zumindest unterwegs.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1464 Nutzer finden das hilfreich.