Das erste deutsche Internetportal zum Verkauf von Muttermilch ist seit Januar online. Die Idee ist simpel: Frauen, die zu viel Muttermilch produzieren, können diese auf www.muttermilch-boerse.de verkaufen – Frauen, die zu wenig haben, können sie kaufen. Mediziner warnen: Muttermilch ist zwar gesund, aber nicht steril. Sie kann Bakterien enthalten und Krankheiten über­tragen. Zwar gibt die Gründerin des Portals auf ihrer Seite Tipps zum hygie­nischen Umgang mit der Milch­pumpe und dem sterilen Trans­port. Käufe­rinnen können sich aber nicht darauf verlassen, dass die Hinweise befolgt wurden. Angaben der Spende­rinnen zu Drogen­konsum oder Krankheiten wie HIV sind freiwil­lig und nicht über­prüf­bar. Experten raten darum dringend von der Online-Bezugs­quelle ab. In Deutsch­land gibt es elf offizielle Milch­banken. Sie werden von Kliniken, etwa in München, Leipzig und Potsdam, betrieben. Dort wird die Milch auf Bakterien untersucht – sie ist allerdings Frühchen vorbehalten.

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