Babynahrung (Folgemilch) Meldung

Fürs Baby nur das Beste: Die elf Produkte, die der österreichische Verein für Konsumenteninformation (VKI) untersucht hat, schnitten alle "sehr gut" ab. Er hat Folgenahrung getestet, die nicht gestillte Kinder ab dem fünften Lebensmonat trinken können, wenn sie bereits zwei Breimahlzeiten bekommen. Im Produktnamen ist Folgemilch an der Ziffer 2 zu erkennen (zum Beispiel Milumil 2 oder Humana 2). Mit dabei waren auch vier hyperallergene Sorten für allergiegefährdete Babys, im Produktnamen zusätzlich mit HA gekennzeichnet.

In der Zusammensetzung entsprachen alle Folgenahrungen weitgehend den gesetzlichen Anforderungen. Zwei Produkte enthielten jedoch Haushaltszucker (Saccharose). Das ist zwar erlaubt, aber überflüssig, zumal es den Nachwuchs zusätzlich auf den süßen Geschmack trimmt.

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Schwermetallen kamen in der untersuchten Folgenahrung praktisch nicht vor. Lediglich bei Aptamil 2, Aptamil HA 2 und Hipp 2 konnten die Österreicher geringe Mengen Kadmium nachweisen. Erfreulich: Die beigelegten Messlöffel erlauben ein genaues Dosieren, wenn man sie nur locker befüllt und überschüssiges Pulver mit dem Messer abstreicht.

Trotzdem ist die industrielle Fertignahrung nur zweite Wahl. Viel gesünder ist es, das Baby möglichst lange zu stillen. Schließlich ist allein Muttermilch seinen körperlichen Bedürfnisse optimal angepaßt. Und wenn schon Flasche, dann muss es beileibe nicht Folgemilch sein: Im ganzen ersten Lebensjahr kann die Anfangsnahrung (Pre-Nahrung oder 1-Nahrung) weiter gegeben werden. Bis der Nachwuchs die normale pasteurisierte Kuhmilch verträgt.

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