Babyfone Test

Nacht für Nacht das gleiche Programm: Wenn es dunkel wird, gehen die Babys auf Sendung. Elektronische Lauscher übertragen die Geräusche aus dem Kinderzimmer ans elterliche Ohr. Luxusgeräte liefern dazu sogar ein Bild. Die Qualität ist allerdings mau. Außerdem saugt die Bildübertragung am Akku der Babyfone. Rein akustische Geräte sind besser. Im Test: 16 elektronische Babysitter. test.de zeigt die besten Modelle.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Babyfone

Testsieger Philips

Der beste elektronische Babysitter kommt von Philips und heißt SBC SC 484. Preis: etwa 99 Euro. Dafür gibt es einen Sender und ein Empfangsgerät. Der Sender überwacht die Geräusche im Kinderzimmer und überträgt sie an den Empfänger. Das Philips-Babyfon sendet drahtlos und digital: im DECT-Verfahren – wie ein schnurloses Telefon. Ergebnis: Hervorragende Tonqualität und stabile Übertragung – ohne Störgeräusche. Das beste Gerät im Test hat nur eine kleine Schwäche: Es verbraucht relativ viel Akkustrom. Nach etwa 5,5 Stunden müssen die Akkus neu geladen werden. Für die Überwachung am Abend reichts aber allemal.

Bilder fressen Strom

Ernst ist der Stromverbrauch bei Geräten mit Bild. Wird das Bild laufend übertragen, reicht der Akku nur für 2 bis 2,5 Stunden. Zu wenig für einen sorglosen Abend bei den Nachbarn. Überdies sind die Bilder ziemlich mau. Die Kameras filmen zwar auch im Dunkeln – eine Infrarotleuchte machts möglich – doch das Bild auf dem Display ist grieselig und unscharf. Noch ein Nachteil der Bildübertragung: Sie reicht nicht weit. Kein Sender schaffte es durch eine Stahlbetondecke ins nächste Stockwerk. Das Chicco Baby Control ist besonders schlapp. Reichweite mit Bildübertragung in der Wohnung nur etwa zehn Meter. Rein akustische Babyfone senden oft doppelt so weit. Im Freien sogar mehrere hundert Meter.

Bei Anruf Kinderschreien

Besonders interessant ist das Konzept von Reer. Das bebetel Extra sendet nicht, sondern überwacht die Geräusche im Kinderzimmer. Regt sich das Kind, wählt der elektronische Babysitter eine vorher gespeicherte Telefonnummer. Vorteil: Keine Probleme mit der Reichweite. Das Verfahren funktioniert auch, wenn die Eltern mal beim Italiener um die Ecke sitzen. Nachteil: Ohne Strom und Telefon läuft nichts. Zumindest nicht bei ISDN-Anschlüssen. Das bebetel-Gerät selbst arbeitet mit einer 9-Volt-Batterie. Preis für das Gerät: satte 199 Euro.

Vorsicht Elektrosmog

Ähnlich intelligent funktionieren die Geräte von Vivanco BM 30 und Hartig + Helling MBF 1111. Sie starten die Übertragung erst, wenn sich im Kinderzimmer etwas regt. Das reduziert den Elektrosmog. Andere Babyfone senden regelmäßige Kontrollsignale oder bleiben sogar ganz auf Sendung. Jedes sendende Babyfon produziert ein elektromagnetisches Feld. Der Sender sollte deshalb nicht direkt neben dem Kinderköpfchen liegen. Keine Panik: Die getesteten Babyfone halten die Elektrosmog-Grenzwerte nicht nur ein, sondern unterschreiten sie bei weitem. Trotzdem gilt: Je weniger elektromagnetische Felder, desto besser. Vor allem für Kinder.

Knistern und Knacken

Die geräuschgesteuerten Geräte von Vivanco und Hartig + Helling funktionieren allerdings insgesamt nur befriedigend. Schwachpunkt: die Übertragung. Mal knackt es, mal rauscht es, mal lassen sich die Geräte durch andere Babyfone in der Nachbarschaft stören. Diese Schwäche teilen die Modelle von Vivanco und Hartig + Helling mit anderen Modellen. Zum Trost: Die meisten Geräte verfügen über mehrere Sendekanäle. Ist ein Kanal bereits durch ein Babyfone in der Nachbarschaft belegt, lässt sich das eigene Gerät umschalten. Probieren Sie es aus.

Komplett + Interaktiv: Test Babyfone aus der Zeitschrift test

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