Brei selbst machen oder fertig kaufen?

Babymenüs enthalten zu wenig Fett und Vitamin C

Wer fertige Babybreie kauft, spart Zeit und Arbeit, gibt aber mehr Geld aus als für Selbst­gekochtes. Babymenüs aus dem Glas sind, wie unser Test zeigt, äußerst sicher, was Pflanzen­schutz­mittel im Gemüse betrifft. Es hapert bei ihnen aber an Fett und Vitamin C. Deshalb sollten Eltern einen Teelöffel Rapsöl unterrühren und Saft oder Obst­püree mit viel Vitamin C einrühren oder dazu­geben. Bei Getreidebrei zum Anrühren oder im Glas sollten Eltern darauf achten, dass sie Voll­korn enthalten, aber möglichst wenig Aromen, Zucker – auch nicht als Glukose oder Fruktose – und andere geschmack­gebende Zusätze. Zugesetzte Vitamine sind über­flüssig, günstig dagegen ist Jod – auch als Kaliumjodid oder -jodat angegeben. Trinke-Breie sind nicht zu empfehlen, das das Kind dann nicht lernt, vom Löffel zu essen.

Selbst­gekochtes am besten portions­weise einfrieren

Wer den Brei selbst zubereitet, entscheidet auch selbst über die Zutaten. Eltern können über­flüssige Würze und den konfektionierten Geschmack vieler Fertigprodukte meiden sowie bewusst auf Salz und Zucker verzichten. Die empfohlenen Basis­zutaten für selbst gemachte Breie finden Eltern auf der Webseite des Dortmunder Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE). Fleisch sollte vor allem vom Rind kommen. Es enthält mehr Eisen und Zink als Schwein oder Geflügel. Es ist empfehlens­wert, mehrere Portionen auf einmal zu kochen und portions­weise in Gefrierdosen oder Gläschen einzufrieren. Dann ist er der Brei einige Monate halt­bar, im Kühl­schrank dagegen nur einen Tag. Aufgewärmte Breiportionen dürfen kein zweites Mal erwärmt werden. Beim Milch-Getreide-Brei sollten Eltern Voll­milch mit 3,5 Prozent Fett nehmen – als pasteurisierte Frisch­milch oder H-Milch. Das Getreide sollte in Form von Grieß oder Flocken sein – am besten Voll­korn­produkte.

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