Tipps

  • Stillen. Das Internetportal www.stillen-info.de von der Nationalen Still­kommis­sion und der Deutschen Liga für das Kind informiert, wo Mütter sich zum Thema Stillen informieren können. Es bietet Adressen, Telefon­nummer, E-Mail-Adressen und Internet­seiten von Organisationen und Verbänden von Heb­ammen, Still- und Laktations­berate­rinnen und Selbst­hilfe­gruppen.
  • Fertigmilch. Achten Sie auf Hygiene, denn Milch­pulver ist keim­arm, aber nicht keimfrei. Bereiten Sie jede Mahl­zeit genau nach Anleitung frisch zu und halten Sie sie nicht länger als zwei Stunden warm. Wärmen Sie Reste auch nicht wieder auf. Reinigen Sie Sauger und Flasche nach jeder Mahl­zeit mit Seifen­lauge vor und sterilisieren Sie sie danach – zum Beispiel durch dreiminütiges Auskochen im Kochtopf.
  • Brei. Füttern Sie Brei nicht vor Beginn des fünften Monats. Hat Ihr Kind anfangs Schwierig­keiten, vom Löffel zu essen, warten Sie mit einem neuen Versuch noch einige Tage. Schiebt Ihr Kind den Brei mit der Zunge aus dem Mund, muss das nicht heißen, dass es den Brei nicht mag. Es kann einfach daran liegen, dass es noch nicht gelernt hat, den Brei hinunter­zuschlu­cken.
  • Brei­zutaten. Vor dem ersten Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei führen Sie die Lebens­mittel einzeln mit einigen Tagen Abstand ein: Erst Karotte, dann Karotte mit Kartoffeln, dann beides mit Fleisch, Öl und Obst­saft. So erkennen Sie, ob Ihr Kind etwas nicht verträgt. Nun können Sie nach und nach neue Gemüsesorten verwenden, später dann auch mehrere gleich­zeitig.
  • Gemüse. Ihr Baby lehnt ein neues Gemüse ab? Versuchen Sie es ruhig noch einmal. Studien zeigen, dass Ablehnung sich meist legt. Dafür sind aber im Schnitt acht Versuche nötig.
  • Babymenüs. Fertiger Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei aus dem Glas enthielt im letzten Test oft zu wenig Fett und Vitamin C. Empfohlen sind acht Gramm Fett pro Menü – nur vier bis sechs Gramm waren drin. Ergänzen Sie die Fertigmenüs mit einem Teelöffel Rapsöl und ein paar Löffeln Saft oder püriertem Obst. Eine Produktdatenbank zu kommerziellen Beikostmahlzeiten hat das Forschungs­institut für Kinder­ernährung Dort­mund (FKE) erstellt.
  • Rezepte. Das FKE bietet auch Rezepte zum Selbst­zubereiten von Babybreien.
  • Allergierisiko. Kinder, deren Eltern an Allergien leiden, können trotzdem Fisch und Kuhmilch in der Beikost essen. Es ist bisher nicht belegt, dass eine all­ergen­arme Ernährung nach der ausschließ­lichen Milch­ernährung der Vorbeugung von Allergien nützt. Im Gegen­teil: Setzt sich das kindliche Immun­system früh mit Fremdal­lergenen auseinander, beugt das möglicher­weise sogar Allergien vor.
  • Zöliakie. Stillen verringert das Risiko einer Unver­träglich­keit glutenhaltiger Getreide. Außerdem wird zur Vorbeugung empfohlen, glutenhaltige Beikost in kleinen Mengen im Alter von fünf bis sieben Monaten einzuführen – idealer­weise solange Sie das Baby noch stillen. Gluten steckt im Getreide-Milch-Brei, wenn dieser Getreidesorten wie Weizen oder Roggen enthält. Breie, die ausschließ­lich Reis, Mais oder Hirse enthalten, sind glutenfrei.
  • Honig. Geben Sie Babys im ersten Lebens­jahr keinen Honig. Ihre Darm­flora ist noch nicht ausgereift. Deshalb können Bakteriensporen des Bakteriums Clostridium botulinum aus dem Honig im Darm auskeimen und das Nervengift Botulismustoxin bilden. Das kann die Atmung lähmen. Mit Honig gesüßte Baby­fertignahrung ist aber ungefähr­lich. Sie wird bei der Herstellung ausreichend hoch erhitzt, das tötet die Bakterien ab. Nach dem ersten Geburts­tag können Kinder Honig essen.

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