BWF-Stiftung Hohe Gefäng­nisstrafen

Das Land­gericht Berlin hat am 25. Juli 2017 vier Verantwort­liche der BWF-Stiftung wegen gewerbs- und banden­mäßigen Betrugs zu Haft­strafen zwischen fünf und sechs Jahren verurteilt (nicht rechts­kräftig; zur Vorgeschichte unsere Meldung Die Goldstiftung soll betrogen haben).

Die Stiftung bot 2011 bis 2015 Gold zum Kauf an und versprach einen höheren Rück­kauf­preis. Mehr als 6 000 Anleger investierten einen zwei­stel­ligen Millionen­betrag. Der Groß­teil des Goldes war aber nicht echt. Gegen den bekannten „Verbraucher­schutz­anwalt“ Thomas Schulte, der die Stiftung beraten hatte, wurde das Verfahren nach Zahlung von 18 000 Euro einge­stellt; ohne Geld­auflage gegen einen Wirt­schafts­prüfer, der den Gold­bestand bescheinigt hatte.

Wegen Zweifeln am Geschäfts­modell hatte Finanztest die Stiftung 2014 auf die Warnliste gesetzt.

Mehr zum Thema

  • Warn­liste Geld­anlage Unseriöse Firmen und Finanz­produkte

    - Die Warn­liste Geld­anlage verschafft Ihnen einen Über­blick über dubiose, unseriöse oder sehr riskante Geld­anlage­angebote, vor denen die Stiftung Warentest gewarnt hat.

  • UDI Beratungs­gesell­schaft Solar Sprint Fest­zins II reißt Rück­zahlungs­frist

    - Wieder Sorgen für grüne Anleger im grauen Kapitalmarkt: Die Te Solar Sprint II GmbH & Co. KG aus Aschheim hat ein Nach­rangdarlehen nicht wie geplant Ende Juni 2018...

  • Finanztest warnt 8 Prozent für Fest­geld? Ein Märchen aus Bahrain!

    - Mit Anzeigen in deutschen Wirt­schafts­zeitungen, die wie ganz normale Artikel aussehen, werben derzeit Vermittler im Internet für Zins­anlagen der Bahrain Middle East...