Tipps

Für die Zukunft:

  • Versicherungsfall. Weisen Sie auf das BGH-Urteil hin, wenn die Versicherung die Leistung ablehnt, weil eine Invalidität Folge einer angeborenen Krankheit ist. Wenn auch das nicht hilft, beauftragen Sie einen im Versicherungsrecht erfahrenen Rechtsanwalt.
  • Anpassung. Weigern Sie sich, wenn der Versicherer Sie auffordert, geänderten Vertragsbedingungen zuzustimmen oder die Versicherung zu einem anderen als dem bisherigen Tarif weiterzuführen. Unter Umständen versucht das Unternehmen Ihnen eine neue Ausschlussklausel unterzuschieben, die nicht unter das Urteil des Bundesgerichtshofs fällt.

Für die Vergangenheit:

  • Verjährung. Wenn die Versicherung die Leistung zu Unrecht abgelehnt hat, haben Sie sechs Monate Zeit, vor Gericht zu ziehen. Die Frist beginnt allerdings nur dann, wenn die Versicherung ausdrücklich auf sie hingewiesen hat. Ansonsten verjähren Ansprüche gegen die Versicherung zwei Jahre nach Ende des Jahres, in dem Sie die Leistung verlangen konnten. Gute Chancen haben Sie auch dann, wenn der Versicherungsvertrag trotz einer Invalidität aufgrund angeborener Krankheit noch fortgesetzt wird. Wenn Ansprüche nicht offensichtlich wegen Verjährung ausgeschlossen sind, sollten Sie unbedingt einen im Versicherungsrecht erfahrenen Anwalt beauftragen, etwaige Ansprüche gegen die Versicherung durchzusetzen.

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