Tipps

  • Lauf­zeit beachten. Achten Sie bei allen Verträgen auf die so genannte Mindest­lauf­zeit. Egal ob Telefon, Internet, Fitness­studio, Gas oder Strom: Die Mindest­lauf­zeit beträgt oft 12 oder sogar 24 Monate. In dieser Zeit sind Sie an den jeweiligen Vertrag gebunden. Sie müssen zahlen und können nicht kündigen. Ausnahme: Es gibt einen besonderen Grund. Eine schwere Krankheit etwa recht­fertigt die Kündigung im Fitness­studio.
  • Verlängerung beachten. Achten Sie bei allen Verträgen auf die Verlängerung der Lauf­zeit. Nach Ablauf der Mindest­lauf­zeit verlängern sich die Verträge oft um weitere 12 Monate. Sie bleiben dadurch an den Vertrag gebunden. Bevor­zugen Sie Verträge ohne Lauf­zeit­verlängerung.
  • Ausstiegs­klausel suchen. Suchen Sie im Vertrag nach einer Sonderkündigungs-Klausel. Einige Verträge enthalten ein Sonderkündigungs­recht – etwa bei Umzug. Ist das Sonderkündigungs­recht im Vertrag fest­geschrieben, gilt es für alle im Vertrag genannten Sonderfälle. Auch nach dem aktuellen Urteil des BGH.
  • Ausstiegs­klausel vereinbaren. Fehlt das Sonderkündigungs­recht in Ihrem Vertrag, schreiben Sie Ihrem Anbieter und verlangen Sie ein Sonderkündigungs­recht für den Fall eines Umzugs. Der Bundes­gerichts­hof hat jetzt entschieden, dass ein Umzug ohne entsprechende Klausel nicht mehr zur Kündigung berechtigt.
  • Vertrag kündigen. Lehnt der Anbieter das Sonderkündigungs­recht bei Umzug ab, kündigen Sie den Vertrag zum nächst­möglichen Termin. Wählen Sie statt­dessen einen neuen Vertrag ohne Lauf­zeit oder einen Vertrag mit Sonderkündigungs­recht bei Umzug.
  • Verträge ohne Lauf­zeit wählen. Sicher sind Verträge ohne Mindest­lauf­zeit. Solche Verträge können Sie jeder­zeit kündigen. Die Kündigungs­frist beträgt hier – je nach Vertrag – nur Tage oder Wochen. Offene Verträge ohne Mindest­lauf­zeit können Sie binnen ein bis zwei Monaten beenden.

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