BGH-Urteil Meldung

Gegen die Anonymität: Wer als Handynutzer von Werbe-SMS belästigt wird, kann jetzt von seiner Telefongesellschaft Auskunft über den Absender verlangen. Die muss nun auch Privatpersonen Namen und Anschrift des SMS-Absenders mitteilen, urteilte der Bundesgerichtshof am 19. Juli 2007 (Az. I ZR 191/04). Bisher konnten nur Verbraucherverbände per Gerichtsweg an die Daten gelangen. Das Urteil stärkt Kundenrechte, ist aber keine wirklich scharfe Waffe gegen Abzocker. Wir raten:

  • Nicht auf Werbe-SMS antworten. Denn das birgt ein hohes finanzielles Risiko. Wer antwortet, schickt meist ohne es zu wissen eine teure Premium-SMS, zu erkennen an der fünfstelligen Kurzwahlnummer. Die Textnachricht kostet bis zu 1,99 Euro. Man läuft auch Gefahr, ein SMS-Abo mit hohen Folgekosten abzuschließen. Außerdem steigt mit jeder Antwort – auch mit einer Beschwerde – die Flut von Werbe-SMS oder finanziell gefährlichen Lockanrufen.
  • Verbraucherzentrale einschalten. Zwar können Kunden aufgrund des neuen Urteils den Absender von Handy-Spam namhaft machen, doch die Anwälte der Verbraucherzentralen gehen effektiver und kostengünstiger gegen diese schwarzen Schafe vor. Den Stress muss sich kein Laie antun.

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