BFI-Bank Meldung

Der Pleitegeier hat die BFI-Bank in seinen Krallen

Die BFI-Bank ist pleite. Wer bekommt sein Geld zurück? In welcher Höhe werden Einlagen zurückgezahlt, und was müssen Anleger dafür tun?

  • Für Kontoguthaben, Sparbriefe oder Termingeld springt die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) ein. Sie wendet sich direkt an alle BFI-Kunden und zahlt ihnen 90 Prozent des angelegten Kapitals, höchstens aber 20 000 Euro zurück.
  • Wertpapiere zählen nicht zur Insolvenzmasse und können in ein anderes Depot übertragen werden. Normalerweise reicht dafür ein Schreiben an die Bank oder den Insolvenzverwalter.
  • Wer BFI-Genussscheine, -Inhaberschuldverschreibungen oder Einlagen über 20 000 Euro hat, sollte einen Anwalt aufsuchen. Betroffene können nur über das Insolvenzverfahren versuchen, an ihr Geld zu kommen. Wird die Bank nicht weitergeführt, verteilt der Insolvenzverwalter das Restvermögen unter den Schuldnern. „Die Quote dürfte aber nicht sehr hoch sein“, schätzt Anwalt Klaus Kratzer.

Der Verwalter meldet sich nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei den Gläubigern. Weitere Informationen gibt der vorläufige Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Hans-Jörg Derra, Königsbrücker Str. 61, 01099 Dresden (Tel. 03 51/81 40 60). Anleger sollten unbedingt die Eröffnung des Verfahrens abwarten, mit der etwa Ende Juli zu rechnen ist. Vor diesem Zeitpunkt gemeldete Ansprüche sind unwirksam.

  • Auch Gelder bei der Luxemburger BFI-Niederlassung oder einer ihrer dortigen Beteiligungsgesellschaften sind geschützt. Anleger können ihre Ansprüche bei der dortigen Einlagensicherungsvereinigung Association pour la Garantie des Depots anmelden.: Carré Bonn, 20 rue de la Poste, B.P. 241, L–2012 Luxembourg (Tel. 0 03 52/4 63 66 01)
  • Anleger, die Produkte der BFI-Bank über einen Vermittler gekauft haben, sollten prüfen, ob er sie aufgeklärt hat, dass die BFI-Bank nur der EdB, aber nicht dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angehört. Hat er das nicht getan, muss er unter Umständen haften.

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