Für die Suche nach Weiterbildungsmaßnahmen ist KURS erste Wahl. In der Datenbank der Bundesagentur für Arbeit (BA) finden Bildungshungrige Angebote von rund 20 000 verschiedenen Veranstaltern aus ganz Deutschland. Ab sofort ist die Auswahl noch größer: Aufgenommen werden jetzt auch Maßnahmen, deren Zulassung bei der BA zwar beantragt ist, aber noch nicht abgeschlossen wurde.

Mehr als 600 000 Bildungsangebote

Nur mit dieser Zulassung ist sichergestellt, dass Teilnehmer, die von den Arbeitsagenturen einen so genannten Bildungsgutschein bekommen haben, gefördert werden. Zwar können entsprechende Bildungsangebote im weiteren Zulassungsverfahren auch noch abgelehnt werden, doch die KURS-Verantwortlichen wollen den Suchenden schon früh einen möglichst breiten Überblick bieten. Sobald die Gutschein-Inhaber mit den Anbietern Kontakt aufnehmen, werden sie über den aktuellen Stand informiert. Derzeit listet KURS rund 600 000 Bildungsmaßnahmen auf, darunter mehr als 430 000 Angebote aus dem Bereich Weiterbildung - von der zweitägigen Management-Schulung bis zum einjährigen Qualifikationsseminar. Aufgenommen werden der BA zufolge alle Kurse mit Berufsbezug und freiem Zugang. Die Informationen reichen von Inhalten und Dauer der Angebote über die Unterrichtszeiten bis hin zu den Teilnahmevoraussetzungen. Für die Nutzer ist die Recherche in der Datenbank, die täglich aktualisiert wird, kostenlos.

Warten auf die Zertifizierungsstelle

Für die Zulassung von Trägern und Maßnahmen, die mit einem Bildungsgutschein besucht werden können, zeichnet die BA noch immer selbst verantwortlich. Eigentlich sind dafür fachkundige Stellen vorgesehen, die nach dem „Ersten und Zweiten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“ grundsätzlich nichts mit der Bundesagentur und ihren Arbeitsagenturen zu tun haben sollen. Die Gesetze, die diese Kernforderung für die Reform der beruflichen Weiterbildung enthalten, sind bereits am 1. Januar 2003 in Kraft getreten, die externen Zertifizierungsstellen allerdings wurden noch nicht eingerichtet. Offenbar haben sich die beteiligten Ministerien mittlerweile auf den Entwurf für eine entsprechende Rechtsverordnung geeinigt, die am 1. Juli 2004 in Kraft treten soll. Dann kann zunächst die Anerkennungsstelle für die geplanten Zertifizierungsstellen gebildet werden. Spätestens ab 1. Januar 2005 soll diese schließlich die ersten Bildungsträger und konkreten Maßnahmen zulassen.

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