Autoversicherungen Meldung

Der 30. November ist Stichtag in der Autoversicherung. Wer zu einem günstigeren Anbieter will, muss seinen Vertrag bis dahin gekündigt haben.

Mit harten Bandagen kämpfen die Autoversicherer um Kunden. Weil die Verbraucher in der Wirtschaftskrise verstärkt auf den Preis achten, sind auch hier Sparangebote voll angesagt. Weit verbreitet ist mittlerweile die Praxis, Neukunden mit Prämien anzulocken, die billiger sind als das, was Bestandskunden für die gleiche Leistung zahlen müssen.

Tipp: Sparfüchse kündigen jedes Jahr aufs Neue zum 30. November. So können sie anschließend beim selben Versicherer als „Neukunde“ wieder einsteigen. Mitunter ist nicht einmal eine Kündigung notwendig, sondern es reicht schon ein Anruf beim Kundenservice mit dem Hinweis auf die bevorstehende Kündigung, um auf den Neukundentarif umgestellt zu werden.

Der Stichtag 30. November gilt für fast alle Verträge. Bis dahin muss die Kündigung spätestens beim Versicherer sein. Sie tritt dann zum 31. Dezember in Kraft.

Wichtig sind auch die Typklassen. Jeder Pkw ist einer Klasse zugeordnet. Je höher sie ist, desto teurer die Prämie. Autokäufer sollten daher schon bei der Auswahl des Wagens darauf achten. Übersichten stehen unter www.gdv.de oder www.typklasse.de.

  • In der Haftpflicht sind es meist 16 Klassen von 10 bis 25. Diese Versicherung muss jeder Halter abschließen. Sie trägt nur Schäden, die der Fahrer anderen ersetzen muss, wenn er einen Unfall verursacht hat. Schäden am eigenen Auto werden nicht bezahlt.
  • In der Teilkasko gibt es in der Regel 24 Klassen von 10 bis 33. Der Abschluss der Teilkasko ist freiwillig. Sie trägt Schäden am eigenen Wagen, die durch Brand, Sturm, Hagel, Blitz oder Überschwemmung entstehen, ebenso Diebstahl oder Glasbruch, oft auch Steinschlag. Schäden also, die nicht durch einen Unfall entstehen.
  • Die Vollkasko hat 25 Klassen von 10 bis 34. Sie schließt den Teilkaskoschutz ein und deckt zusätzlich Unfallschäden am eigenen Fahrzeug – auch bei einem selbstverschuldeten Crash. Mitversichert sind Vandalismus, Fahrerflucht oder wenn der Unfallgegner keine Versicherung hatte.

Die Vollkasko empfiehlt sich für neue oder besonders teure Autos. Für ältere Wagen reicht die Teilkasko, bei sehr alten Pkw mit geringem Wert ist auch die Teilkasko nicht unbedingt notwendig.

Wo Sie sich günstig versichern können, zeigt Ihnen unsere Computeranalyse. Hier Tipps zum Ausfüllen des Fragebogens:

Werkstattbindung: Verpflichtet sich der Kunde, mit Kaskoschäden nur in Werkstätten zu gehen, die der Versicherer vorgibt, kann er etwa 10 bis 20 Prozent sparen.

Wildschaden: Üblicherweise sind Unfälle mit Haarwild versichert, also Hirsche, Rehe, Wildschweine, Füchse, Hasen, Dachse, Marder. Die Erweiterung umfasst zum Beispiel auch Pferde, Rinder, Schafe, Hunde, Katzen.

Rabattschutz: Oft gegen Beitragszu­schlag erlaubt der Versicherer damit einen Schadensfall, ohne den Vertrag zurückzustufen.

Selbstbeteiligung: Bis zur gewählten Höhe muss sich der Kunde am Schaden beteiligen. Je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger ist der Jahresbeitrag.

Fahrlässigkeit: Hat der Fahrer den Schaden grob fahrlässig verursacht, beispielsweise durch Missachten einer roten Ampel, wird üblicherweise nur ein Teil des Schadens ersetzt. Gegen Aufpreis bieten einige Versicherer an, auch dann voll zu zahlen – ausgenommen sind aber Unfälle unter Alkohol oder Drogen sowie bei Vorsatz.

Neuwert: Im Regelfall wird auch bei neuen Autos nur der Zeitwert ersetzt – und der kann schon kurz nach dem Kauf deutlich unter dem Anschaffungspreis liegen. Hier bieten einige Tarife Neuwertentschädigung für die ersten 6 oder 12 Monate, einige sogar für die ersten 24 Monate.

Persönliches: Diese Angaben sind wichtig, weil viele Gesellschaften bei bestimmten Merkmalen Rabatt gewähren, zum Beispiel wenn nur der Kunde und sein Partner den Wagen fahren, wenn eine Bahncard vorhanden ist oder eine eigene Immobilie.

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