Autoversicherungen Meldung

Immer mehr Versicherer, immer neue Tarife: Unser Preisvergleich findet günstige Angebote für Sie.

Tief durchatmen dürfen manche Unfallfahrer im nächsten Jahr. Selbst bei grober Fahrlässigkeit müssen die Versicherer dann zahlen. Und „grob fahrlässig“ kann schnell passieren: eine rote Ampel übersehen, mehr als 1,1 Promille im Blut, abgefahrene Reifen oder beim Diskobesuch den Autoschlüssel in der Jacke gelassen und ab auf die Tanzfläche – wenn dann Jacke und Auto weg waren, gab es bisher keinen müden Cent.

Ab 2008 haben die Unglücksraben wenigstens Anspruch auf eine Teilentschädigung. Dann kommt es darauf an, wie sehr die Fahrlässigkeit zum Schaden beigetragen hat. Welche Quote gezahlt wird, muss in jedem Einzelfall entschieden werden.

Allerdings gilt diese Neuregelung nur für Neuverträge. Für bestehende Verträge greift das neue Recht erst ab 2009. Einige Versicherungs­gesellschaften haben aber angekündigt, es schon 2008 auch für Altkunden anzuwenden, zum Beispiel VHV, LVM und Huk-Coburg.

Neu ist auch, dass den Kunden, die ihr Recht nutzen, den Vertrag nach einem Schadenfall zu kündigen und den Versicherer zu wechseln, künftig der anteilige Jahresbeitrag erstattet wird. Bisher durfte die Gesellschaft den Rest behalten.

Nachdem die Beiträge seit 2005 im Sinkflug waren, verlagert sich der Wettbewerb auf die Angebote. Die Versicherer bieten eine Vielzahl neuer Tarife an: neben dem Normaltarif auch Luxusvarianten mit erweiterten Deckungssummen, längeren Fristen für Neuwagenentschädigung, erweiterten Wildschaden oder Marderschutz. Dazu gehört auch der „Rabattschutz“. Dabei zahlt der Kunde einen – teils erheblichen – Beitragszuschlag und braucht dafür nach einem Schaden keine Zurückstufung beim Schadenfreiheitsrabatt hinzunehmen. Das Angebot gilt aber nur für Fahrer, die mindestens in der SF-Klasse 6 sind.

Das ist nicht zu verwechseln mit dem „Rabattretter“, den viele Versicherer ohne Beitragszuschlag anbieten. Der erlaubt in der besten SF-Klasse einen selbst verschuldeten Unfall ohne Rückstufung.

Als Alternative gibt es für preisbewusste Kunden Tarife, die sich auf den Basisschutz beschränken. Da sind Kaskopolicen mit Werkstattbindung voll im Trend. Hier unterschreibt der Kunde, dass er den Wagen nur in einer Werkstatt reparieren lässt, die mit dem Versicherer kooperiert. Die Unternehmen bauen dafür bundesweit Vertragsnetze mit Reparaturdiensten auf. Solche Tarife liegen meist etwa 10 bis 20 Prozent unter den Preisen für Normaltarife.

Die Preisunterschiede sind auch deshalb so enorm, weil neue Anbieter in den Markt drängen. So bietet der ADAC seit Oktober gemeinsam mit der Schweizer Zurich-Gruppe Kfz-Policen an, ebenso die Hannoversche Leben als „Hannoversche Direkt“. Für Kunden wird es damit noch schwieriger, Preise und Leistungen zu vergleichen: Es gibt Hunderte Tarife am Markt. Unser Computer nimmt Ihnen die Arbeit ab. Die Auswertung kostet 16 Euro. Das Ergebnis bekommen Sie rechtzeitig, sodass Sie nicht in Terminnot geraten: Falls Sie Ihre bisherige Police kündigen, muss das Schreiben bis zum 30. November beim Versicherer sein.

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