Autoversicherungen Meldung

Frühjahr und Frühsommer sind die Hauptsaison für Autokäufer. Bei welcher Gesellschaft sie den Neuen günstig versichern können, zeigt unsere Computeranalyse.

Wer ein Auto kauft, achtet vor allem auf ein schickes Modell, bei Gebrauchten auch auf Alter und Kilometerstand ­ an die Versicherung denken nur wenige. Dabei kann beim gleichen Modell allein die Motorisierung erhebliche Unterschiede ausmachen: Ein Golf III mit 66 kW steht als Benziner in Typklasse 16, als Diesel in Typklasse 20. Konkret: Der Benziner kostet zum Beispiel einem 35-jährigen verheirateten Berliner 1.421 Mark Jahresprämie in der Haftpflicht bei 100 Prozent Beitragssatz, der Diesel 1.847 Mark. Und das ist noch günstig. Teure Gesellschaften nehmen locker einige Hundert Mark mehr. Wer sparen will, muss also Preise vergleichen, sprich: rund 100 Gesellschaften befragen und jede Menge persönliche Daten angeben, etwa Beruf, Alter, Ehestand, Kinderzahl, jährliche Kilometerleistung, ob er eine Jahreskarte für Bus und Bahn besitzt oder selbst genutztes Wohneigentum.

Einfacher geht das mit unserer Analyse. Wenn Sie den Kupon rechts ausfüllen, nennen wir Ihnen günstige Angebote, individuell zugeschnitten auf Ihre persönliche Situation.

Wer ein neues oder gebrauchtes Auto kauft, benötigt zunächst eine Doppelkarte der Versicherung. Sie sichert die vorläufige Deckung, zum Beispiel für die Fahrt zur Zulassungsstelle. Wenn Sie das neue Auto nicht nur in der Haftpflicht versichern möchten, sondern auch in Teil- oder Vollkasko, sollte dies auf der Doppelkarte stehen, damit die Kasko bei einem Crash auch zahlt.

Tipp:

Wenn Sie die Doppelkarte bei Ihrer bisherigen Versicherung geholt haben, dann aber feststellen, dass ein anderes Unternehmen doch günstiger ist, können Sie noch wechseln. Die vorläufige Deckung verpflichtet nicht, später auch einen Hauptvertrag abzuschließen. Vielmehr darf der Kunde dem Vertragsangebot der Gesellschaft widersprechen. Sie kann dann für die vorläufige Deckung anteilig Prämie verlangen.

Achtung:

Der vorläufige Deckungsschutz kann rückwirkend entfallen ­ zum Beispiel wenn der Kunde die erste Prämie nicht zahlt. Überweisen Sie den Beitrag deshalb unbedingt rechtzeitig.

Wer bereits eine Kfz-Versicherung hat, kann sie zum Ende des Versicherungsjahres kündigen, im Regelfall ist das identisch mit dem Kalenderjahr. Die Frist beträgt einen Monat zum Ablauf des Versicherungsjahres. Das Schreiben muss dann also bis 30. November beim Versicherer sein. Aber: Nach einer Beitragserhöhung oder einem Unfall haben Sie ein außerordentliches Kündigungsrecht. Bei einer Prämienanhebung beginnt die Monatsfrist, wenn das Schreiben des Versicherers bei Ihnen eingetroffen ist. Nach einem Unfall beginnt sie mit Eintreffen der Mitteilung darüber, ob die Gesellschaft den Schaden reguliert oder nicht. Die Kündigung gilt dann ab dem Termin, zu dem die Erhöhung wirksam geworden wäre.

Tipp:

Sie sollten der alten Versicherung erst kündigen ­ aus Beweisgründen am besten per Einschreiben mit Rückschein ­, wenn Sie bei einem neuen Versicherungsunternehmen unterschrieben haben. Bezahlen Sie die Erstprämie unbedingt fristgerecht, denn sonst verlieren Sie den Versicherungsschutz.

Doch Achtung: Wenn Sie nach einem Unfall kündigen, darf das Unternehmen den Rest der bereits bezahlten Jahresprämie behalten. Es ist daher meist ratsamer, bis zum Ablauf des Versicherungsjahres auszuhalten und dann auf ordentlichem Weg zu kündigen.

Anders kann das zum Beispiel sein, wenn die Gesellschaft den Crashpiloten besonders drastisch in eine teure Schadenfreiheitsklasse zurückstuft. Wo das so ist, kann sich eine Kündigung auch nach einem Unfall lohnen. Die Alternative: Begleichen Sie den Schaden selbst, um den bisherigen Schadenfreiheitsrabatt zu behalten.

Für Fahrer, die seit Jahren unfallfrei in einer günstigen SF-Klasse sind, kann sich ein Vertrag mit Rabattretter lohnen. Dann wird der Kunde gar nicht oder nur unwesentlich zurückgestuft, wenn er nach 25 oder mehr unfallfreien Jahren erstmals einen Unfall verursacht.

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