Autoversicherung bei Tchibo Schnelltest

Tchibo bietet Autofahrern eine Haftpflicht- und eine Kaskoversicherung der Asstel an und wirbt mit kostenlosem Rabattschutz. test.de hat an Hand dreier Modellbeispiele nachgerechnet, wie günstig das Angebot wirklich ist. Der Schnelltest klärt auf.

Rabattschutz ab 2010 geschenkt

Entscheidendes Kriterium für den Vergleich mit den Autopolicen anderer Versicherungsunternehmen ist der Preis. Die Autoversicherung der Asstel (Plus-Tarif) vermarktet Tchibo mit einem Rabattschutz als Geschenk, den es nur dann dazu gibt, wenn der Kunde den Versicherungsbeginn 1. Januar 2010 wählt. Dann kalkuliert die Asstel allerdings ihre Jahresbeiträge neu. Günstige Vergleichsangebote für 2009 in der Tabelle sind mit Rabattschutz gerechnet. Auch bei vielen anderen Anbietern muss ihn der Kunde extra dazukaufen. Die neuen Versicherungstarife der anderen Anbieter ab Januar 2010 sind test.de zum großen Teil noch nicht bekannt. Deshalb liegen dem Schnelltest die aktuellen Jahresbeiträge von 2009 zugrunde.

Ein Schaden im Jahr frei

Rabattschutz bei der Asstel heißt: Bei einem Schaden wird der Beitrag in der Haftpflichtversicherung und ebenso bei der Kasko nicht erhöht. Besser als bei vielen Konkurrenten: Die Schadenfreiheitsklasse wird nicht eingefroren, sondern sinkt im kommenden Jahr, so als wenn kein Unfall geschehen wäre. Der Fahrer darf sich aber nur einen selbstverursachten Schaden im Jahr genehmigen. Bei einem weiteren Unfall in zwölf Monaten ist der Rabattschutz verwirkt, wie bei anderen Anbietern auch üblich. Dann steigt der Beitrag. Den Rabattschutz bekommt vom Tchibo-Partner Asstel nur, wer mindestens Schadenfreiheitsklasse 4 erreicht hat und in den letzten zwei Jahren keinen Schaden mit seinem Wagen angerichtet hat. Auch bei vielen anderen Unternehmen ist das Bedingung. Den kostenlosen Rabattschutz bekommen nur Fahrer von mindestens 25 Jahren. Wer jünger ist, kann ihn bei der Asstel aber dazu kaufen, wie die Studentin im dritten Fall.

Beitrag individuell ermitteln

Jeder Internet-Nutzer kann seinen Jahresbeitrag selbst im Internet unter www.tchibo.de/kfz ausrechnen und ein Angebot erstellen lassen. Dazu muss er seine persönlichen Daten und die Fahrzeugdaten eingeben. Wie viele andere Online-Versicherer verlangt auch die Asstel beim Antragsverfahren im Internet das Einverständnis des Kunden zur Bonitätsprüfung. Das heißt, die Asstel fragt bei der Auskunftei Infoscore Consumer Data nach, ob der Antragsteller im Schuldenregister steht oder vorbestraft ist. Erklärt sich der Kunde mit der Kontrolle nicht einverstanden, gibt es keinen Versicherungsschutz.

Konkurrenz ist preiswerter

Für den Vielfahrer im Audi A6 lohnt sich ein Wechsel zur Asstel nicht. Denn Haftpflicht- und Kaskoschutz kosten den Alleinfahrer mit der Schadenfreiheitsklasse 18 dort 688 Euro im Jahr 2009 mit dazu gekauftem Rabattschutz. Der Beitrag steigt ab 2010 auf 693 Euro, der Rabattschutz ist in diesem Angebot eingeschlossen. Der Internet-Versicherer HUK 24 bietet in seinem Classic-Tarif diese Police 2009 schon für 495 Euro an, wie die Tabelle zeigt, mit dazu gekauftem Rabattschutz. Auch die HUK-Coburg und ihre Online-Tochter HUK 24 prüfen die Zahlungsfähigkeit von Neukunden.

Kein Schnäppchen für vierköpfige Familie

Ihren Opel Zafira könnte die Münchner Familie 2009 mit zwei kleinen Kindern für 553 Euro mit extra Rabattschutz bei der Asstel versichern lassen. Vater, Schadenfreiheitsklasse 7, und Mutter fahren im Jahr nicht mehr als 15 000 Kilometer. Für 113 Euro weniger bekommen sie bei der WGV-Versicherung den Basistarif mit Haftpflicht und Vollkasko und ebenfalls dazu gekauftem Rabattschutz angeboten. Für die Modell-Familie sind sechs Versicherer günstiger als die Asstel. Ab 2010 kostet diese Autoversicherung bei der Asstel die Familie 604 Euro, wenn der Fahrer unfallfrei bleibt und die Schadenfreiheitsklasse 8 erhält. Der Rabattschutz ist inklusive.

Der Studenten-Golf

Auch die Studentin aus Leipzig fährt mit dem Tchibo-Angebot von 2009 nicht am günstigsten, wenn sie ihren Golf IV dort versichert. Den Voll- oder Teilkaskoschutz spart sich die 23-jährige für den neun Jahre alten Wagen. Sie teilt sich das Auto mit ihrem Bruder, den sie als weiteren Fahrer der Versicherung melden muss. Mit Rabattschutz kostet sie die reine Haftpflichtpolice bei der Asstel in diesem Jahr 439 Euro. Das beste Angebot im Schnelltest hat der HDI24 mit seinem Klassik-Tarif und dazu gekauftem Rabattschutz. Der kostet nur 349 Euro im Jahr. Ab Januar 2010 zahlt die Studentin 475 Euro für die Haftpflicht bei der Asstel, wenn sie Schadenfreiheitsklasse 5 erreicht. Der Rabattschutz ist eingeschlossen.

Analyse: Die günstigste Kfz-Versicherung für Sie in 2009
Die Analyse der günstigen Tarife ab 2010 steht ab Anfang November auf test.de für Sie bereit.

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