Das Seiten­fenster des Wagens ist zerschlagen. Dort, wo zuvor das schicke Navi in der Konsole steckte, ist nur noch ein häss­liches Loch. Wird ein vom Hersteller einge­bautes Navi aus der Mittel­konsole gerissen und mitgenommen, wird es teuer. Die Kosten für ein neues Gerät inklusive Einbau liegen bei rund 2 000 Euro. test.de erklärt, in welchen Fällen die Versicherung zahlt.

Die Haft­pflicht reicht nicht

Auto­besitzer, die nur eine Haft­pflicht­versicherung haben, gehen im Fall eines Diebstahls leer aus. Wer aber eine Kfz-Teilkasko­versicherung hat, darf mit Ersatz rechnen. Sie springt bei Diebstahl von mitversicherten fest einge­bauten Teilen im Auto ein.

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Nach Diebstahl Ersatz des Wiederbeschaffungs­wertes

Wird ein fest einge­bautes Navi gestohlen, ersetzt der Versicherer nach einem Diebstahl im Regelfall den Wiederbeschaffungs­wert des Geräts. Von einer Erstattung des Neupreises können Bestohlene allerdings nicht fest ausgehen. So hat das Amts­gericht Bremen im Streit eines bestohlene Versicherten mit seiner Versicherung entschieden: Der Versicherte bekommt Ersatz nur in Höhe der Kosten, die für ein vergleich­bares Gebraucht­gerät anfallen würden. Das Gericht steht auf dem Stand­punkt, dass es auch für fest verbaute Navigations­systeme beim Auktions­portal ebay einen funk­tionierenden Gebraucht­markt geben würde (Az. 18 C 290/12).

Manche Versicherer deckeln den Schaden­ersatz

Weiterer Wermuts­tropfen: Die Bedingungen mancher Versicherer sehen vor, dass sie solche Schäden nur bis zu einer maxi­malen Höhe über­nehmen – zum Beispiel 5 000 Euro. Darüber hinaus müssen Versicherte den üblichen Selbst­behalt von 150 oder 300 Euro abziehen, sofern sie ihn mit dem Versicherer vereinbart haben.

Kein Schutz beim Diebstahl mobiler Navis

Für mobile – also nicht fest ­installierte –Navis gilt all das übrigens nicht. Ein Diebstahl solcher Geräte ist in der Regel nicht über die Teilkasko gedeckt.

Übrigens: Die Stiftung Warentest testet regel­mäßig mobile Navis zum Test Navigationsgeräte.

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