Auto­versicherung Meldung

Andreas Burkhardt fährt zurzeit ein Ersatz­auto. Der eigene BMW steht nach einem Wasser­schlag-Schaden in der Werk­statt. Die Reparatur­kosten von rund 13 000 Euro über­nimmt die Voll­kasko des Berliners.

Bei Unwetterschäden am Auto springen sowohl Teil- als auch Voll­kasko­versicherung ein. Wer in eine über­schwemmte Straße hinein­fährt und sich dabei den Motor ruiniert, bleibt jedoch in der Regel auf den Kosten sitzen – es sei denn, er hat eine Voll­kasko­versicherung. test.de erklärt die Rechts­lage

Teure Reparatur­kosten bei Wasser­schlag

Unwetter, Sturm und Hagel sind angekündigt. Als es losgeht, eilt Andreas Burkhardt aus Berlin zu seinem Pkw. „Ich wollte mein neues Auto, das auf der Straße parkte, unbe­dingt vor schwerem Hagel in Sicherheit bringen.“ Auf der Fahrt zu der etwas entfernter gelegenen Garage regnet es bereits heftig. In einer Kolonne mit anderen Pkw durch­quert Burkhardt im Schritt-Tempo eine Unterführung, in der schon große Pfützen stehen. Kurz darauf bleibt das Auto stehen, läuft dann aber wieder. Am nächsten Tag streikt der Motor. Die Werk­statt stellt fest: Über den Luft­ansauger ist Wasser in den Motor gelangt und hat einen sogenannten Wasser­schlag ausgelöst. Die Reparatur­kosten betragen rund 13 000 Euro.

Wann die Teilkasko zahlt

Geht es um einen Schaden durch Wasser­schlag am eigenen Auto, kommt es oft zum Streit mit dem Versicherer. Das belegen zahlreiche Gerichts­urteile. Die Teilkasko­versicherung deckt Schäden am Fahr­zeug durch unmittel­bare Einwirkung von Hagel, Blitz, Sturm oder Über­schwemmung. Bei Wasser gilt die Faust­regel: Kommt das Wasser zum Auto, zahlt die Teilkasko. Kommt das Auto zum Wasser, zahlt sie nicht. Wer in eine über­schwemmte Straße hinein­fährt, hat den Schaden dann selbst verursacht – und bleibt auf den Kosten sitzen.

Wann die Voll­kasko zahlt

In der Voll­kasko sieht die Rechts­lage etwas anders aus. Gerichte haben zum Beispiel schon anerkannt, dass in den Motor eindringendes Wasser als „mecha­nische Gewalt“ und damit als Unfall anzu­sehen ist. Die Voll­kasko deckt dann solche Unfall­schäden ab. Als Burkhardt den Motorschaden seinem Voll­kasko­versicherer anzeigte, gab es keine Probleme: „Kurz darauf erhielt ich die Kosten­zusage.“

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