Die Vollkaskoversicherung eines Fahrzeughalters muss für den Schaden aufkommen, wenn dessen Kinder einen Unfall verursacht haben. So verurteilte das Landgericht Coburg (Az. 11 O 752/01) eine Versicherungsgesellschaft, die Kosten für den Schaden am Auto des Versicherungsnehmers zu übernehmen, nachdem dessen 19-jähriger Sohn fahrlässig einen Unfall verursacht hatte.

Der Vater habe das Auto zwar zeitweilig seinem Sohn überlassen, doch sei der Sohn nicht „Repräsentant“ gegenüber der Versicherungsgesellschaft, sein Fehlverhalten dürfe daher nicht zulasten des Vaters gehen.

Ist der Versicherungsnehmer nicht selbst Fahrer, hat er gegenüber der Versicherungsgesellschaft nur dann keinen Leistungsanspruch, wenn der Fahrer als „Repräsentant“ anzusehen ist. Dies ist laut Rechtspraxis aber nur dann der Fall, wenn der Fahrer vollständig über das Auto verfügt und alle wesentlichen Unterhaltungskosten selbst trägt.

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