Nach einem Autounfall muss der gegnerische Kfz-Haftpflicht­versicherer die Reparaturkosten nicht voll ersetzen, wenn der Geschädigte sein Auto binnen sechs Monaten nach dem Unfall ­verkauft. Das entschied der Bundesgerichtshof (Az. VI ZR 192/05).

Der Geschädigte hatte sein Auto vier Monate nach dem Unfall un­repariert weiterverkauft. Die rund 3 200 Euro, die ihn die Reparatur ohne Mehrwertsteuer gekostet hätte, wollte er mit dem Versicherer abrechnen. Doch der gab ihm nur rund die Hälfte. Das entspreche dem Wiederbeschaffungswert minus Restwert. Die Richter gaben dem Versicherer recht. Hätte der Geschädigte zwei Monate später verkauft, hätte er „sein nachhaltiges Interesse an der Weiter­nutzung“ gezeigt und die Reparaturkosten voll erhalten.

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