Autoversicherung Meldung

Der Autoversicherer muss zahlen, auch wenn er den Schutz nur „vorläufig“ ­zugesagt hatte.

Manchmal muss ein Autoversicherer sogar dann für einen Schaden aufkommen, wenn der Kunde seinen Beitrag gar nicht gezahlt hat. Das entschied das Oberlandesgericht Saarbrücken (Az. 5 U 457/03). Ein Autobesitzer mit einer vorläufigen Deckungszusage seines Kfz-Haftpflichtversicherers verursachte einen Verkehrsunfall. Der Schaden betrug knapp 7 600 Euro. Die Versicherung zahlte das Geld an den Geschädigten, forderte es dann aber von ihrem Kunden zurück. Denn zu dem Zeitpunkt, als das Unternehmen den Erstbeitrag von dessen Konto einziehen wollte, war dieses nicht gedeckt.

Der Versicherer nahm die vorläufige Deckung rückwirkend zurück und verklagte den Versicherungsnehmer auf die 7 600 Euro. Das Gericht sah es aber nicht als erwiesen an, dass der Versicherungsnehmer den Beitrag schuldhaft nicht gezahlt hatte. Denn die Gesellschaft konnte nicht nachweisen, dass sie dem Angeklagten tatsächlich eine Rechnung geschickt hatte, bevor sie versuchte, den Beitrag einzuziehen.

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