Raser auf der Autobahn, die deutlich schneller als die Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern fahren, müssen einen Teil des Schadens selber zahlen, wenn sie ohne eigenes Verschulden in einen Unfall verwickelt werden. Das Landgericht Coburg verurteilte einen Fahrer, der mit 200 Stundenkilometern unterwegs war, 20 Prozent seines Schadens selbst zu zahlen, obwohl ihn am eigentlichen Unfallhergang keine Schuld traf (Az. 12 O 421/05).

Der Raser war beim Überholen auf ein langsameres Auto geprallt, das plötzlich von der rechten auf die linke Fahrbahn fuhr, um selbst ein Fahrzeug zu überholen. Wenn der Raser die Richtgeschwindigkeit eingehalten hätte, wäre der Unfall zu vermeiden gewesen, sagten die Richter.

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