Autoversicherung Meldung

Versicherungsfall: Weil weniger Unfälle passieren, sinken die Preise.

In diesem Jahr lohnt es sich für Autofahrer besonders, die Preise von Autoversicherungen zu vergleichen. Unser Computer findet günstige Angebote.

Während die Spritpreise Rekordstände erreichen, geben sich wenigstens die Autoversi­cherer bescheidener: Schon 2004 sanken die Beiträge, und das könnte sich nun fortsetzen. So hat die Aachen-Münchener bereits angekündigt, ihre Preise um sechs Prozent zu reduzieren. Auch andere Unternehmen wollen nachziehen.

Das wird vor allem den „guten Risiken“ zugute kommen, die kaum Unfälle verursachen. Die „schlechten Risiken“ hingegen werden zur Kasse gebeten: Für Fahranfänger und Senioren dürften einige Unternehmen die Preise anheben. Das bedeutet: In diesem Jahr sollten Kfz-Besitzer besonders genau prüfen, ob der Wechsel in einen anderen Tarif oder zu einer anderen Gesellschaft lohnt. Oft kann das einige Hundert Euro sparen.

Neue Tarife für Schnäppchenjäger

Immer mehr Gesellschaften entwickeln eine zweigleisige Marktstrategie: Für Spar­füchse gib es Tarife mit abgespeckten Leis­tungen und günstigeren Preisen, für qualitätsorientierte Kunden Tarife mit erhöhtem Leistungsumfang.

Beispiel Allianz: Der Marktführer ersetzt seinen bisherigen Normaltarif durch die Variante „Optima“. Sie bietet etwas bessere Leistungen, zum Beispiel beträgt die Deckungssumme jetzt 100 Millionen Euro statt bisher 50 Millionen. Dennoch sei der Preis „etwas günstiger“, teilt das Unternehmen mit. Gleichzeitig wird ein preiswerter Kompakt-Tarif eingeführt, der weniger leistet. Und als Drittes kommt ein noch günstigerer Internet-Tarif.

Als zusätzliche Leistung bei gleichem Preis wird häufig der „Rabatt­retter“ geboten: Ist der Fahrer bereits in einer besonders günstigen Schadenfreiheitsklasse, bleibt ihm diese Einstufung auch nach einem Unfall erhalten. Andere Gesellschaften versichern einen Zweitwagen in der günstigen SF-Klasse 2 (entspricht 85 Prozent), auch wenn ein Führerscheinneuling am Steuer sitzt.

Hinzu kommen zahlreiche weitere Vergünstigungen, die eine Marktübersicht fast unmöglich machen. So müssen einige Per­sonengruppen bei manchen Gesellschaften weniger zahlen. Dazu zählen Beschäftigte bei Banken, Versicherungen, Ver­sor­gungsbetrieben, im öffentli­chen Dienst, bei der Bundes­wehr, im Berg­bau, in gemeinnützigen Organisationen, in der IT- und Telekommunikationsindustrie, Mitarbeiter von Rechtsanwälten, Steuerberatern, von Architektur-, Sach­ver­stän­di­gen- und Ingenieurbüros. Und dann sind da noch die schon bisher üblichen Rabatte, zum Beispiel für Bahncardinhaber, Garagenbesitzer, Frauen, Alleinfahrer oder Kunden mit Wohneigentum. Wer Preise vergleichen will, müs­ste rund 100 Gesellschaften anschreiben. Un­sere Computeranalyse bietet diesen Service schnell und bequem.

Den bestehenden Vertrag können Sie mit einem Monat Frist zum Ende des Ver­siche­rungsjahres – meist das Kalenderjahr – kündigen. Es gilt das Eingangsdatum. Der Brief muss also spätestens am 30. November beim Versicherer sein.

Wer dieses Datum verpasst, hat weitere Kündigungsmöglichkeiten:

Änderung: Werden die vertraglichen Leistungen gekürzt, darf der Kunde kündigen. Dasselbe gilt, wenn der Beitrag steigt, ohne dass die Leistun­gen verbessert werden. Die Kündigung muss dann spätestens einen Monat, nachdem die Rechnung kam, beim Versiche­rer sein. Sie wirkt sofort, früh­estens aber zu dem Tag, an dem die Erhöhung greifen sollte.

Schaden: Nach jedem Schaden kann der Kunde aussteigen. Frist: Einen Monat seit Anerkennung oder Verweigerung der Ent­schädi­gungspflicht. Der Versicherer darf die volle Jahresprämie behalten.

Verkauf: Sobald der Pkw auf den Käufer angemeldet wird, erlischt der alte Vertrag. Die Prämie wird anteilig erstattet.

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