Autoversicherung Meldung

Wer die Abwrackprämie nutzt, bekommt auch bei manchen Autoversicherern Rabatt. Doch das sind nicht immer wirklich preiswerte Anbieter. Es gibt günstigere Tarife.

Schnäppchenzeit für Autokäufer: Die Abwrackprämie hat einen Absatzboom ausgelöst. Davon wollen auch die Versicherer profitieren. Sie wissen: Wer ein neues Auto kauft, kann die alte Police kündigen, sich die unverbrauchte Prämie für das restliche Jahr erstatten lassen und bei einer anderen Gesellschaft neu abschließen. Also werben viele Unternehmen mit Rabatten: „12 für 10“ ließ sich beispielsweise der Direktversicherer Direct Line einfallen. Wer die Abwrackprämie bekommt, zahlt im ersten Jahr nur für zehn Monate Beiträge. Andere Gesellschaften gewähren Rabatt auf jede Versicherung für einen Neuwagen. Mitun­ter gibt es zusätzlich einen Ökorabatt für Kfz mit niedrigem Schadstoffausstoß.

Das klingt erst einmal gut. Doch trotz Abwrack- und Ökorabatt kann solch ein Tarif immer noch teurer sein als andere ohnehin preiswerte Angebote. Für Kunden ist es jetzt noch schwieriger, in der Autoversi­che­rung den Überblick zu behalten.

Den persönlich besten Tarif finden

Zum einen gibt es einen ganzen Katalog möglicher Preisnachlässe, zum Beispiel für Wenigfahrer, Garagenparker, Hausbesitzer, Bahncardinhaber, Neuwagen- und Erstbe­sitzer. Zum anderen bieten die Versicherer zahlreiche zusätzliche Leistungen wie Marderschutz, erweiterte Deckung für Wildschäden, Rabattretter oder Lawinenschutz.

Genauso individuell sind auch die Beiträge: Sie hängen so stark von den Umständen des Einzelnen ab, dass sich kaum sagen lässt, welche die generell günstigsten Anbieter sind. Stattdessen muss jeder den für ihn persönlich besten Tarif suchen. Dabei hilft unsere Computeranalyse. Wer nicht bei zig verschiedenen Versicherern Angebote einholen will, kommt mit dem Fragebogen sicher ans Ziel. Aus Hunderten Tarifen suchen wir die für Sie günstigen her­aus. Die Auswertung kostet 16 Euro.

Die niedrigsten Preise bieten häufig die Direktversicherer: Sie haben meist keine Zweigstellen, kein Vertreternetz und arbeiten nur übers Internet. Schadenfälle muss der Kunde dann per Telefon oder E-Mail regeln. Doch es gibt Ausnahmen: Kunden der Huk24 können auch das Zweigstellennetz der Huk-Coburg nutzen. Hier einige Tipps zum Ausfüllen des Fragebogens:

Werkstattbindung: Der Kunde darf einen Kasko-Schaden nur in einer Werkstatt reparieren lassen, die der Versicherer vorgibt. Solche Angebote sind meist etwa 10 bis 20 Prozent billiger als Normaltarife.

Erweiterter Wildschaden: Hier sind nicht nur Unfälle mit Haarwild abgesichert, wie Hirsche, Rehe, Wildschweine, Füchse, Feldhasen, Dachse und Marder, sondern auch Unfälle mit anderen Tieren wie mit Pferden, Rindern, Schafen, Hunden, Katzen.

Rabattschutz: Gegen Zusatzbeitrag erlaubt der Versicherer einen Schadenfall, ohne Rückstufung oder Beitragserhöhung.

Grobe Fahrlässigkeit: Überfuhr der Fahrer zum Beispiel eine rote Ampel oder ein Stoppschild, haben die Versicherer bei einem Unfall in der Kasko bisher nicht gezahlt. Seit 2009 dürfen sie die Leistung nicht komplett ausschließen, aber: Je gröber die Fahrlässigkeit, desto weniger wird gezahlt. Im Regelfall bekommt der Kunde einen Teil ersetzt. Gegen Aufpreis bieten einige Versicherer an, auch bei grober Fahrlässigkeit den Schaden voll zu tragen. Ausgenommen sind Vorsatz sowie Unfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.

Neuwertentschädigung: Der Kunde bekommt bei einem Schaden dann nicht den aktuellen Wiederbeschaffungswert (meist deutlich unter Neupreis), sondern den Neuwert. Das gilt meist für die ersten 12 Monate, bei einigen auch für die ersten 24 Monate.

Tipp: Achten Sie auf hohe Deckungssummen. Die gesetzliche Mindestdeckung von 500 000 Euro bei Sach- und 2,5 Millionen Euro bei Personenschäden reicht in Extremfällen nicht aus . Dann muss der Versicherte die Differenz aus eigener Tasche zahlen. Fast alle Versi­cherer bieten gegen geringen Aufpreis Deckungssummen zwischen 50 und 100 Millionen.

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