Selbst wenn ein Autofahrer einen Unfall zur Hälfte mitverschuldet hat, muss der Versicherer seines Unfallgegners einen Teil des Schadens an ­seinem Auto übernehmen.

Der Haftpflichtversicherer des Unfallgegners hatte die Mitschuld seines Versicherten zunächst nicht anerkannt. Der Fahrer ließ daraufhin den Schaden an seinem Auto von seiner Vollkaskoversicherung regulieren. Dadurch verlor er einen Teil seines Schadenfreiheitsrabatts und muss jetzt höhere Beiträge zahlen. Der Bundesgerichtshof (Az. VI ZR 36/05) urteilte, dass der Versicherer des Gegners ihn dafür entschädigen muss. Er muss sich in Höhe der Haftungsquote von 50 Prozent an den Mehrbeiträgen beteiligen.

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