Nach viel Alkoholkonsum reichen wenig Schlaf und ein Frühstück nicht, um wieder Auto fahren zu können. Selbst wer erst Stunden später wieder Auto fährt und dann einen Unfall baut, kann seinen Versicherungsschutz verlieren.

Pech für einen Autofahrer, der fünf Stunden nach einem feuchtfröhlichen Fest losfuhr und in einer Kurve von der Straße abkam. Die Vollkaskoversicherung muss für den Schaden am Auto nicht bezahlen, heißt es in einem Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe (Az. 19 U 167/01). Denn obwohl der Autofahrer vor Fahrtantritt geschlafen und gefrühstückt hatte, hatte er zum Zeitpunkt des Unfalls noch 0,65 Promille Restalkohol im Blut.

Die Richter werteten sein Verhalten als grob fahrlässig. Auch wenn er selbst geglaubt habe, wieder fit zu sein, hätte der Fahrer wissen müssen, dass er sich noch nicht ans Steuer hätte setzen dürfen.

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