Auto­versicherung Meldung

Auto­fahrer erhalten aus ihrer Teilkasko­versicherung nicht immer die volle Leistung, wenn sie einem Tier ausweichen und ihr Fahr­zeug dadurch beschädigt wird. Der Versicherer darf die Leistung kürzen, wenn nicht klar ist, ob jemand einem Hasen oder einem Reh ausgewichen ist, urteilte das Ober­landes­gericht Saarbrücken (Az. 5 U 356/10-57). Bei einem solchen Ausweichmanöver verlor ein Mann auf der Auto­bahn die Kontrolle über sein Fahr­zeug und über­schlug sich mehr­fach. Er vermutete, ihm sei ein Reh vor das Auto gelaufen, die Polizei fand jedoch nahe der Unfall­stelle einen über­fahrenen Hasen. Der Versicherer wollte erst gar nicht zahlen, muss nun aber für die Hälfte des Schadens von rund 6 500 Euro abzüglich der Selbst­beteiligung des Klägers von 150 Euro aufkommen.

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