Ein Auto­kasko-Versicherer beauftragte ein Detektivbüro mit Ermitt­lungen, als ihm ein Auto­diebstahl gemeldet wurde. Später einigte er sich vor Gericht mit dem Bestohlenen über den Schaden­ersatz für das Auto. Als es um die Verteilung der Kosten ging, verlangte er vom Geschädigten die rund 1 270 Euro für den Detektiv. Damit blitzte er vor dem Ober­landes­gericht in Hamm ab.

Rechts­anwalt Peter Steffen aus Hattingen, der das Urteil erstritten hat, erläutert: „Entscheidend war hier, dass der Versicherer gleich nach der Schadenmeldung einen Detektiv mit der Ermitt­lung beauftragte.“ In diesem Fall muss der Versicherer selbst für die Kosten aufkommen. Steffen ergänzt: „Nur wenn der Kfz-Versicherer die Regulierung schon abge­lehnt hat und sich ein Prozess anbahnt und er dann ein Detektivbüro einsetzt, kann er erforderliche Detektiv­kosten gegebenenfalls vom Versicherten verlangen.“ Das war hier nicht der Fall (Az. 25 W 259/17).

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