Autoversicherung Test

Wichtiger als der Versicherungsbeitrag ist für die meisten Autofahrer, wie viel sie davon zahlen müssen. Grund: Den normalen Basisbeitrag zahlen nur wenige. Nach jeweils einem Jahr unfallfreier Fahrt sinkt der Anteil vom Grundbeitrag, der noch zu zahlen ist. Nach 25 und mehr Jahren unfallfreier Fahrt sind in der Regel nur noch 30 Prozent fällig. Der Schadenfreiheitsrabatt kann allerdings auch Autofahrern zu Gute kommen, die bisher noch keinen eigenen Wagen hatten. Wer das eigene Auto abmeldet, kann seinen Schadenfreiheitsrabatt bei vielen Gesellschaften an Partner, Verwandte oder gar Bekannte weitergeben. Finanztest sagt, welche Regeln bei den verschiedenen Anbietern gelten.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Autoversicherung

Übertragung lohnt meist

Die Rabattübertragung lohnt sich: Wer noch nicht selbst Versicherungsnehmer war, muss beim Einstieg in die Autohaftpflicht üblicherweise 230 Prozent des Grundbeitrags zahlen, wenn er keinen fremden Schadenfreiheitsrabatt übernehmen kann. Müssen stattdessen dank eines Rabattspenders nur 70 Prozent gezahlt werden, fällt die Versicherungsrechnung nicht mal halb so heftig aus.

Unterschiedliche Regeln

Die Regeln für die Rabattübertragung sind von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich. Voraussetzung ist meist, dass der Kandidat für die Rabattübernahme den Wagen des Rabattlieferanten schon regelmäßig gefahren ist. Zusätzlich verlangen viele Gesellschaften eine enge Verwandtschaft. Gute Karten haben auch Lebens- und Ehepartner, so lange sie in einer gemeinsamen Wohnung leben. Einige Gesellschaften entscheiden von Fall zu Fall und lassen die Rabattrochade auch schon mal ganz ohne Partner- oder Verwandtschaft zu. Sämtliche Details zeigt unser Testkompass.

Chancen für Fahranfänger

Weitere Grenze für die Rabattübertragung: Wer eine Rabattstufe nicht hätte selbst erlangen können, darf sie bei den meisten Anbietern auch nicht von jemandem anders übernehmen. Mit anderen Worten: Der 18-jährige Enkel hat keine Chance, die 30 Prozent von Oma oder Opa zu übernehmen. Für den Enkel ist das bitter: Er muss bei den meisten Anbietern von Haftpflichtschutz für Autofahrer 230 oder mehr Prozent zahlen. Ihm bleiben folgende Chancen zum Sparen: Wenn die Eltern sein Auto als Zweitwagen anmelden, werden in der Regel nur 140 Prozent vom Grundbeitrag fällig. Oft ist derselbe Preisnachlass drin, wenn der Nachwuchs sein Auto zwar selbst anmeldet, aber den notwendigen Versicherungsvertrag bei der gleichen Gesellschaft unterschreibt, bei der schon die Eltern abgeschlossen haben.

Sparen durch Vordatieren

Eine Einsparung ist gelegentlich auch durch Vordatieren des Versicherungsvertrags möglich. Grund: Wer erst in der zweiten Jahreshälfte ein Auto anmeldet, wird zum Jahreswechsel noch nicht in die nächstgünstigere Rabattklasse zurückgestuft. Da kann es sich lohnen, mit der Versicherung ein Rückdatierung des Vertrags auf Juni zu vereinbaren. Dann muss zwar fürs erste Jahr mehr Beitrag gezahlt werden. Gerade Anfänger sparen trotzdem: Die Rückstufung schon zum nächsten Jahreswechsel bringt im neuen Jahr mehr Ersparnis, als im alten zusätzlich zu zahlen ist.

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