Autoversicherung Meldung

Versicherungsnehmer gehen bei grober Fahrlässigkeit nicht mehr automatisch leer aus. Das Landgericht Münster hat erstmals ein Stufenmodell in der Autokaskoversicherung angewendet, nach dem die Versicherer ihre Leistungen zu 25, 50, 75 und 100 Prozent kürzen können, wenn der Fahrer grob fahrlässig gehandelt hat. Das Stufenmodell bezeichneten die Richter als „sinnvoll und sachgerecht“.

Eine Autofahrerin hatte eine Kreuzung bei Rot überfahren und einen Unfall verursacht. Die Kaskoversicherung regulierte ihren Schaden nur zur Hälfte. Die Fahrerin klagte. Sie sei von der Sonne geblendet worden und habe die Ampel nicht richtig erkennen können. Die Richter sahen eine Leistungskürzung von 50 Prozent als angemessen an (Az. 15 O 141/09).

Hat der Fahrer jedoch mindestens 1,1 Promille Alkohol im Blut und verursacht einen Unfall, kann der Versicherer die Leistung um 100 Prozent kürzen. So urteilte das Amtsgericht Bühl (Az. 7 C 88/09).

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