Glas-Servicefirmen, die Autofahrern auf einem Parkplatz versprechen, dass sie einen Steinschlagschaden in der Windschutzscheibe kostenlos beseitigen, müssen für dieses Versprechen einstehen. Das hat das Amtsgericht Meiningen entschieden (Az. 11 C 651/09). Die Verbraucherzentrale Sachsen hat jüngst berichtet, dass etliche Autofahrer auf den Kosten für die Reparatur von Steinschlagschäden sitzen blieben. Mitarbeiter von Firmen hatten sie auf Parkplätzen angesprochen. Sie boten eine schnelle Reparatur an und sagten, der Autoversicherer übernehme die Kosten voll. Als Autobesitzer die Rechnung von rund 98 Euro einreichten, verweigerten einige Versicherer die Zahlung. Nun entschied das Gericht, dass sich die Firma um alle Fragen rund um die Reparatur kümmern und klären müsse, ob die Kfz-Versicherung wirklich alle Kosten übernimmt. Zahlt die Versicherung überraschenderweise nicht, kann der Unternehmer dem Kunden keine Rechnung präsentieren.

Tipp: Autobesitzer sollten sich vor einer Reparatur mit ihrem Versicherer abstimmen. Für Glasbruchschäden am eigenen Fahrzeug ist die Teilkaskoversicherung zuständig. Für oberflächliche Kleinstglasschäden kommen sie jedoch meist nicht auf. Kunden sollten auch auf die Höhe ihrer Selbstbeteiligung achten und prüfen, ob sich die Reparatur auf Kosten des Versicherers lohnt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 330 Nutzer finden das hilfreich.