Auto­versicherung Meldung

Immer mehr Auto­versicherer zahlen nicht nur, wenn ein Reh ins Auto läuft, sondern auch nach Unfällen mit Haustieren.

Wild­unfälle. Im Herbst sollten Auto­fahrer besonders wach­sam sein. Wildtiere auf Futtersuche über­queren vermehrt die Straßen. Dadurch kam es 2012 zu mehr als 200 000 Unfällen.

Kasko­schutz. Auto­fahrern mit Voll­kasko­schutz erstatten die Versicherer den Schaden – egal welches Tier den Schaden am Fahr­zeug verursacht.

Haarwild. In der Teilkasko kommt es auf die Tier­art an. Immer gedeckt sind nur Schäden am Fahr­zeug, die durch Haarwild verursacht werden. Dazu zählen laut Liste aus dem Jagd­gesetz etwa Rehe, Wild­schweine, Füchse, Hasen, Dachse und Marder.

Erweiterte Wild­schäden. Die meisten neuen Tarife bieten inzwischen mehr Schutz. Die Analyse der Versicherungs­bedingungen im großen Test der Auto­versicherung zeigt, dass die meisten eine „erweiterte Wild­schadenklausel“ enthalten (Finanztest 11/2013, test.de/autoversicherung). Dann zahlt der Versicherer auch nach Unfällen mit anderen oder sogar allen Tieren.

Haus- und Nutztiere. Ohne diese Klausel gehen Auto­fahrer in der Teilkasko oft leer aus, wenn sie mit anderen Wildtieren wie Fasanen zusammenprallen, ebenso nach Unfällen mit Haus- und Nutzvieh wie Schweinen, Kühen, Hunden oder Katzen.

Ausweichmanöver. Wenn Auto­fahrer ausweichen und aus Tierliebe im Graben landen, können sie ihren Schutz verlieren. Wäre der Schaden durch einen Aufprall geringer gewesen als nach dem miss­glückten Ausweichen, kann der Versicherer die Zahlung verweigern.

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