Ein Gebraucht­wagenhändler muss ein Auto zurück­nehmen, weil es zum Zeit­punkt des Verkaufs nicht verkehrs­sicher war. Und das, obwohl der Tüv dem Pkw noch am Tag des Verkaufs eine neue Plakette ausstellte und nichts bean­standete (Ober­landes­gericht Oldenburg, Az. 11 U 86/13). Laut Gericht darf der Händler sich nicht auf den Tüv verlassen, sondern muss das Auto selbst ordentlich prüfen, bevor er es verkauft. Sonst verstoße er gegen seine Unter­suchungs­pflicht. Eine bean­standungs­freie Unter­suchung beim Tüv – oder durch andere Gutachter – entlaste ihn nicht. Die neue Besitzerin des Autos war nach dem Kauf mit dem Pkw nach­hause gefahren. Auf der Fahrt ging der Motor mehr­fach aus. Das Auto hatte erhebliche Mängel unter anderem am Unterboden, an Kraft­stoff- und Brems­leitungen. Es war tatsäch­lich nicht verkehrs­sicher. Der Gebraucht­wagenhändler hat gegen das Urteil Revision beim Bundes­gerichts­hof einge­reicht (Az. VIII ZR 80/14).

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