Wenn das Opfer eines Autounfalls sein Auto nicht reparieren lassen möchte, kann er trotzdem von der gegnerischen Autoversicherung das Geld für die Reparatur verlangen. Dabei darf er die Kosten einer örtlichen Markenwerkstatt in Rechnung stellen. Das sehen viele Gerichte so, zuletzt das Amtsgericht Nürnberg (Az. 31 C 5330/08).

Weil die Frage aber noch nicht vom Bundesgerichtshof geklärt worden ist, versuchen es Versicherer immer wieder: Sie wollen nur die Stundenlöhne einer freien Werkstatt in der Region des Geschädigten ersetzen. Diese sind oft preiswerter als eine Markenwerkstatt. „Wer einen Anwalt damit beauftragt, den Schadenersatz geltend zu machen, hat gute Chancen, sich gegen eine störrische ­Versicherung durchzusetzen“, sagt der Rechtsanwalt und Verkehrsrechtsexperte Jörg Elsner aus Hagen. Die Anwaltskosten muss die Versicherung ersetzen.

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