Checkliste

Wer in einen Autounfall gerät, muss einiges beachten - auch wenn er nicht der Hauptschuldige war.

  • Polizei. Hat es bei dem Unfall Verletzte gegeben oder waren Alkohol oder Drogen im Spiel, müssen Sie die Polizei ­rufen. Bei bloßen Blechschäden ist das nicht vorgeschrieben, aber zu empfehlen. Wenn Sie auf die Polizei verzichten, müssen Sie gemeinsam mit dem anderen Fahrer den Unfallhergang festhalten.
  • Zeugen. Notieren Sie die Namen von Zeugen, die den Hergang schildern können. Vertrauen Sie nicht auf ein erstes Schuldeingeständnis des anderen Fahrers.
  • Versicherer. Informieren Sie die gegnerische Versicherung selbst, um möglichst bald Schadenersatz zu bekommen. Kann der andere Fahrer seine Versicherungsgesellschaft und die Versicherungsscheinnummer nicht nennen, können Sie die Daten beim Zentralruf der Autoversicherer unter der Telefonnummer 0  180 2/50 26 (6 Cent/Anruf aus dem Festnetz) erfragen. Dort müssen Sie das amtliche Kennzeichen und den Schadenstag nennen. Auch den eigenen Versicherer sollten Sie bald informieren.
  • Anwalt. Unfallopfer haben Anspruch auf Unterstützung durch einen Rechtsanwalt. Die Versicherung des Verursachers übernimmt die Kosten. Haben Sie eine Teilschuld am Unfall, kann es sein, dass Sie einen Teil der Gebühren übernehmen müssen. Mit einer Verkehrsrechtsschutzversicherung zahlen Sie diese jedoch nicht aus eigener Tasche. Günstige Tarife finden Sie in unserem aktuellen Test Rechtsschutzversicherung.
  • Fahrerflucht. Begeht der Unfallverursacher Fahrerflucht oder hat er sein Fahrzeug nicht versichert, können Sie sich an den Verein Verkehrsopferhilfe wenden, um zumindest etwas Geld zu bekommen. Nähere Informationen erhalten Sie unter Tel. 0 40/30 18 00 oder unter www.verkehrsopferhilfe.de.

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