Lässt ein Autofahrer seinen Wagen nach einem Unfall nicht reparieren, zahlt seine Kaskoversicherung womöglich weniger als erhofft. Entscheidend sind die Versicherungsbedingungen, urteilte das Landgericht Coburg.

Eine Klausel, nach der ein Autofahrer bei Verzicht auf die Reparatur nicht die geschätzten Reparaturkosten erstattet bekommt, sei nicht zu beanstanden ­­­(Az. 33 S 14/08). Der Versicherer dürfe sich auf den Wiederbeschaffungswert des Autos abzüglich Restwert beschränken.

Durch das Urteil bekam eine Autofahrerin statt der erhofften 2 200 Euro nur knapp 700 Euro vom Versicherer. Die Frau hatte ihr Fahrzeug nach einem Wildunfall ohne Reparatur weiter genutzt. Sie sei durch die Vertragsklausel nicht unangemessen benachteiligt, so die Richter, zumal sie durch den Verkauf des Autos noch den Restwert des Fahrzeugs erhalten kann.

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