Haftpflichtversicherer müssen nicht für einen überteuerten Mietwagen aufkommen. Zwar müssen Betroffene nicht zwingend den günstigsten nehmen. Es genügt, wenn sie zwei bis drei Anbieter vergleichen und einen marktüblichen Tarif wählen. Doch der Bundesgerichtshof (BGH) entschied nun, dass der Miettarif nicht überteuert sein darf (Az. VI ZR 160/04).

Denn häufig verlangen Autovermietungen einen besonderen Unfallersatztarif. Der kann bis zu 90 Prozent höher sein als der Normaltarif. Laut BGH darf so ein teurer Tarif aber nur mit besonderem Grund gebucht werden – etwa wegen erhöhter Kostenrisiken der Vermieter. Akzeptiert ein Kunde den überhöhten Tarif, bleibt er unter Umständen auf den Kosten sitzen (BGH, Az. VI ZR 151/03).

Tipp: Ob in Ihrem Fall ein teurer Tarif gerechtfertigt ist, können Sie kaum feststellen. Auf Nummer Sicher gehen Sie, wenn Sie sich von dem Autovermieter einen möglichst günstigen Tarif geben lassen. Sie können auch die Versicherung, die den Mietwagen bezahlt, nach ihren Regeln fragen. Benötigen Sie den Wagen nicht unbedingt, können Sie sich eine Nutzungspauschale auszahlen lassen.

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